Depressionen
Müdigkeit - Ein Merkmal der Herbstdepression
Eine Herbstdepression oder Winterdepression, auch „Herbstblues“ oder SAD „Saisonal Abhängige Depression“ genannt, befällt den Menschen dann, wenn der Winter naht:
„Ich fühle mich müde, schlapp und lustlos“ sagte bei wunderschönem herbstlichen Sonnenschein mitten im Oktober meine Frau, als ich Sonntagmittag fragte, ob wir mit unserem Hund in den Wald fahren wollen.

Der „Herbstblues“ bzw. die Herbstdepression ist ein Zeichen des menschlichen Organismus, der sich langsam auf die kommenden Wintermonate vorbereitet. Verursacht wird die Herbst-Depressionen durch die kürzer werdenden Tage, durch die verringerte Lichtintensivität und die abnehmende Sonnenbestrahlung. Die „Herbstdepression“ soll vorwiegend Frauen in einem Alter um die 40 Lebensjahre ereilen. Das halt ich für nicht ganz sachlich. Männer in diesem Alter haben meistens nur andere „Probleme“, als sich mit ihrem seelischen Wohlbefinden auseinander zu setzen. Mit Symptomen, wie Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Mattheit, Schlappheit sowie einer gewissen Melancholie geht die Herbstdepression einher. Aber machen wir uns doch nichts vor. Kein Organismus kann ganzjährig die volle Leistungsfähigkeit bringen und ständig auf „Full Power“ stehen.
Das erhöhte Schlafbedürfnis, daß die so genannte „Herbstdepression“ verursacht ist also natürlichen Ursprungs, normal und völlig selbstverständlich! Körpereigene Botenstoffe, wie das ↑Melatonin werden vom menschlichen Organismus in mehr oder weniger großen Mengen produziert, was zu den genannten depressiven Störungen führen kann. Die reduzierte Sonneneinstrahlung ist für veränderte die Melatoninproduktion verantwortlich.
„Im Winter, wenn das Tageslicht nur wenige Stunden vorhält, bleibt der Melatoninspiegel auch tagsüber erhöht. Als Folge davon können Müdigkeit, Schlafstörungen und ↑Winterdepressionen auftreten. Als Gegenmaßnahme wird empfohlen, die kurze Phase von Tageslicht für Spaziergänge zu nutzen. Alternativ kommt auch eine Lichttherapie in Frage.“ (↑Zitat Wikipedia)War der Sommer besonders sonnig, warm und lang, wird es irgendwann auch für den menschlichen Körper Zeit, eine Entspannungsphase einzuleiten. Die Herbst- oder Winterdepression verspüren wir dann besonders intensiv, wenn im Spätherbst noch sommerliche Temperaturen herrschen und die Sonne scheinbar intensiv scheint. Aber auch die Tiere und Pflanzen in den tropischen Regionen begeben sich in eine Winterpause, obwohl Temperaturen von mehr als 20°C vorherrschen. Ein großer Teil der Lebewesen sammelt in den Wintermonaten Kraft für den Sommer des kommenden Jahres. Warum sollen wir Menschen diesem, gewiss sinnvollem Verhalten, eigentlich nicht folgen und machen es uns einfach gemütlich?

Genießen Sie jeden sonnigen Tag des Spätherbstes, erfreuen Sie sich an den farbigen Blättern, die die Bäume in den Parks und Wäldern zieren. Erleben Sie einen herbstlichen Nebel als etwas Märchenhaftes und lassen Sie ihre Gedanken einfach in die Ferne schweifen. - Die nahende Weihnachtszeit, mit all ihren schönen Stunden steht vor der Tür. Denken Sie an Glühwein, Weihnachtsmärkte und all die schönen Leckereien. Planen Sie Neues für das kommende Jahr oder ziehen sie sich einfach zum wohlverdienten „Winterschlaf“ zurück und nutzen Sie die kommenden Monate einfach zur bewussten Erholung und Besinnung.
Und wenn das nicht gegen den „Herbstblues“ der Herbst- und Winterdepression hilft, können Sie zusätzlich Milch trinken, Seefische, Bananen, Nüsse und frisches Roggenbrot essen. Diese Produkte enthalten viel Eiweiße und Magnesium. Wenn aber der „Herbstblues“ besonders schlimm werden sollte, hilft eine „Lichttherapie“, ausgedehnte Spaziergänge in der Mittagspause, eine besonders hell gestaltet Wohnung oder ein kleiner Kurzurlaub an der Küste, wo es immer etwas länger hell ist.





