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Plagen - Mücken Schnaken Bremsen

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Mückenplage - Stechmücken im Sommer

Mücken Schnaken & Bremsen in Norddeutschland. Renaturierung von Feuchtwiesen und Niedermooren schafft Mückenplagen.

↑Stechmücken, ↑Schnaken und viele weitere stechende oder beißenden Insekten, wie die ↑Bremsen (Bremsen sind Fliegen) sind in Norddeutschland heute viel häufiger verbreitet als in allen Zeiten zuvor. Klimaforscher propagieren, dass der Klimawandel für die heutigen Mückenplagen verantwortlich ist. Verantwortlich für die wachsenden Mückenplagen im Nordostdeutschland sind häufig jedoch die Folgen der ↑Renaturierungs-Maßnahmen von alten Weideflächen und die einhergehende Verwilderung von Landschaften durch die Schaffung immer neuer ↑FFH-Schutzgebiete.

Mücken Mecklenburger Seenplatte

Bereits vor vielen Hundert Jahren legten Menschen feuchte Gebiete zwischen dem Spreewald bei Berlin und der Ostsee trocken um sich vor Mückenplagen zu schützen. Tausende kleine, nur wenige Meter breite Kanäle wurden angelegt um die feuchtnassen norddeutschen Wiesen trocken zu legen. Durch die Trockenlegung der norddeutschen Niedermoore und nassen Feuchtwiesen sowie deren aktive Nutzung durch Beweidung wurde die Mücke in die Wälder verdrängt. In den Wäldern nutzten die Mücken für die Brut Weiher und Sölle. In den Sommern zwischen 1964 und 1989 gab es im Raum Mecklenburg und Vorpommern kaum Mücken. Der Biss von einem Floh war zur damaligen Zeit wahrscheinlicher als ein Mückenstich!

Heute bieten die riesigen weit auslaufenden und moorig-sumpfigen Feuchtgebiete in Mecklenburg sowie die seichten Boddengewässer in Vorpommern den teils blutrünstigen Insekten einen überaus idealen Lebensraum. Insbesondere die Renaturierungsmaßnahmen der natürlichen Niedermoore und Feuchtwiesen, welche nach 1992 in Gang gesetzt wurden, ließen den Lebensraum vieler blutsaugender Insekten. Jede Ausweisung eines neuen FFH-Gebietes in Norddeutschland schaffte den gefährlichen Insekten neue Lebensräume. In den entstandenen Biotopen fehlen jedoch die natürlichen Feinde der Mücken.

Als europäisches ↑FFH-Gebiet werden meistens schwer zu bewirtschaftende Regionen ausgewiesen. Um die Niedermoore der Urstromtäler als Hochwasserschutz zu renaturieren wird künstlich Wasser angestaut, so dass die Niedermoore nicht mehr 'Trockenfallen' können. Auf diese Weise stehen über den einstigen Weideflächen über die Wintermonate 10-25 Zentimeter Wasser. Dabei versauert das Erdreich. Es entstehen Seggen Wiesen und neue Schilfgürtel. Im Hochsommer fallen die angelegten Feuchtwiesen bis auf wenige Zentimeter unter die Erdoberfläche trocken. Damit wird garantiert, dass bereits wenige Regentage ausreichen um die Wiese erneut 10-15 Zentimeter unter Wasser zu stellen. Gleichzeitig werden die Wälder ausgelichtet. Die wenigen verbliebenen Bäume fallen der hohen Feuchtigkeit in den schnellwachsenden Niedermooren zum Opfer.

Die gefluteten Weidewiesen bieten Fischen und Vögeln wenig Lebensraum. Für Fische ist das Wasser in den künstlichen Mooren zu warm, zu sauerstoffarm, oft sauer und zu seicht. Für Vogel bieten die versumpften Wiesen keine Nist- oder Brutplätze, keinen Schutz vor Räubern und keine Landeflächen.

Die exorbitante Zunahme der Mücken, Zecken und Bremsen hat daher viele Ursachen. Klimaforscher machen für das zunehmende Auftreten von Mückenschwärmen, Zecken und Schnaken zu milde Winter, die zunehmende Erderwärmung sowie den Klimawandel verantwortlich.

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Dass zu milde Winter die Ausbreitung von Mücken in Norddeutschland verursachen kann schnell widerlegt werden: In nur einem von sechs Wintern erlebt Mecklenburg und Vorpommern einen so genannten 'milden' Winter. So ein milder Winter war im Jahr 2006 und im Jahr 2013. In den Wintern zwischen 2007 und 2014 kaum es jährlich zu Kälteeinbrüchen von mehr als 25 Grad unter null. Die Wintereinbrüche erfolgten in den meisten Wintern zwischen dem 6. Januar und dem 28. Februar. Im Jahr 2013 waren zu Ostern, am 6. April die meisten Gewässer zwischen Brandenburg und der Ostsee fest zugefroren und wurden von einer 20 Zentimeter hohen Schneedecke überdeckt.

Am 22. Februar 2011 waren in der Mecklenburgische Seenplatte, die überfluteten Wiesen bis zu einem Meter tief gefroren und boten ideale Voraussetzungen zum Eissegeln über die gefrorenen Wiesen und Niedermoore.

In den Wintern in Norddeutschland fällt selten ausreichend Schnee um eine schützende Schneedecke zu bilden. Immer wiederkehrende Tauwetter verursachen Tauwasser auf den gefrorenen Böden. Wenige Tage später gefrieret dann Tauwasser erneut und bildet eine neue dicke Eisschicht.

Woher kommen die vielen Mücken an der Ostsee im Sommer?

Mücken bewohnen einen feucht-nassen Lebensraum. Besonders windstille, gut geschützte und stehende Gewässer werden für die Eiablage bevorzugt. Oft reicht auch schon eine geschützte Regentonne zur Eiablage. In Gewässer ohne Fischbesatz kommt es immer zu einer starken Ausprägung der Mückenpopulation. Das Entwicklungsstadium vom Ei bis zur ausgewachsenen Mücke dauert zwischen zwei bis vier Wochen. Dabei durchwandert die Mücke verschiedene Lebenszyklen. Da weibliche Mücken in einer Art Kältestarre Winter überleben können, folgt einem milden Winter immer ein Mückenjahr.

Weitere Informationen unter: Quelle: ↑Alles über Stechmücken

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Hilfreiche Links:

Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 04.05.14
Quellenangabe: biteling.de, Wikipedia
Bildangaben: keine
Erstellt: 30.04.2014
Version: 25.09.2013
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