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Teterower und Malchiner Becken

Mecklenburgische Schweiz Landschaft. Malchiner See Kummerower See

Hauptseite: Mecklenburgische Seenplatte
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Die mecklenburg-vorpommerische (Hügel)- Landschaft, welche als «Teterower und Malchiner Becken» bezeichnet wird gehört zum Peene Einzugsgebiet an der Mecklenburgischen Schweiz und besteht aus einer Vielzahl unterschiedlich hoher und tiefer Niederungen mit Durchströmungsmooren, Kalk-Zwischenmooren, Kalkflachmooren und Feuchtwiesen an der glazialen Endmoräne des «Kuppigen Peenegebiet der Mecklenburgischen Schweiz».

Das Malchiner Becken erstreckt vom Malchiner See über den Kummerower See in das Teterower Becken, welches auch als «Oberes Peenegebiet» bezeichnet wird und verläuft dann nord-östlich der Mecklenburgischen Schweiz bis nach Demmin in Vorpommern.

Malchiner Becken
Malchiner Becken - Abb. Überflutete Malchiner Wiesen, Vorfluter u. Polder (2011)

Die Landschaft im Teterower und Malchiner Becken, rund um die Mecklenburgische Schweiz (+125 Meter) wird von einigen kilometerbreiten ausgedehnten Stauchmoränen Hügeln von mehreren Kilometern Länge umsäumt, welche an eine 11 Kilometer lange und die steil ansteigende Hügelkette der Mecklenburgischen Schweiz angrenzen.

Teterower Stauchmoräne im Sommer

Zwischen den sanften Hügeln, welche meistens aus sandigem Geröll oder Kies unter dem Mutterboden bestehen, befinden sich weit ausladenden Niederungen, welche, einst mit Wasser gefüllt, heute überwiegend verlandet sind und fruchtbare Feuchtwiesen gebildet haben. Diese Feuchtwiesen sind wiederum teilweise durch Polder entwässert wurden und dienen heute als Weidewiesen oder sind ↑Naturschutzgebiete mit einer breiten Palette seltener geschützte Pflanzen, wie heimische Orchideenarten.

Malchiner Polder Weidewiesen
Malchiner Becken - Abb. Weidewiese im Sommer

Das Hochwasser von dem Tauwetter im Januar und Februar im Winter 2011 verdeutlichte in besonderer Weise, erstmalig seit mehr als 20 Jahren, warum das Teterower und Malchiner Becken als solches bezeichnet wird und warum die riesigen Wiesen nur begrenzt genutzt werden sollten. Zwischen Dahmen und Kummerow, zwischen Malchiner See und Kummerower See, standen im Januar und Februar 2010 ca. 24,4 Kilometer Wiesenfläche auf einer Breite von etwa zwei Kilometern wochenlang unter Eis und Wasser, obwohl im Stettiner Haff kein Hochwasser war.

Malchiner Becken Moorbauer
Malchiner Becken am Moorbauer - Abb. Weidewiese im Winter 2011

Die norddeutsche Hügellandschaft neben dem Teterower und Malchiner Becken wurde zum einen durch den Eisvortrieb während der Weichseleiszeit vor etwa 25.000 Jahren geschaffen als auch während des Tauprozesses vor etwa 11.000 - 7.000 Jahren v. u. Zeit. Während dem Pommerschen Stadium der Weichsel-Kaltzeit gleiteten zuerst meterhohe Eisblöcke und Gletscher von der Ostsee bis zu 80 Kilometer in das norddeutsche Binnenland, dem heutigen Mecklenburg-Vorpommern sowie dem polnischen Pommern und schoben Sand und Gerölle vor sich her. Der eiszeitliche Geltschervorschub Prozess bildete die Stauchmoränen nördlich der Mecklenburgischen Schweiz.

Der Eisvortrieb bewirkte tiefe Abschürfungen und Druckstellen im nördlichen Vorland der Mecklenburgischen Schweiz. Durch den Eisvortrieb während dem Pommerschen Stadium der Weichseleiszeit entstand damit eine leicht hügelige Landschaft, welche im Nachhinein durch die Verwitterung zu einem Teil wieder abgetragen wurde. Zwischen der Hügellandschaft entstanden metertiefe Senken und Sölle in denen sich später Tauwasser sammelte und anschließend Moore bildeten. Diese Moore, welche sich durch die gesamte Region Mecklenburgische Seenplatte ziehen haben heute eine Tiefe von etwa 11 Metern.

Eisläufer auf den Malchiner Wiesen
Malchiner Becken - Eisläufer auf den Malchiner Wiesen; Bild oben - (18.02.11; EF 200mm)

Der Höhenunterschied zum Meeresspiegel im Teterower und Malchiner Becken beträgt dabei nur wenige Meter und ist dennoch sehr gut sichtbar. Denn wenn man die Differenzen zwischen der maximalen Höhe von Teterow (10 m ü. NN) oder Malchin (10 m ü. NN) und der maximalen Tiefe im Kummerower See (-23,3 Meter) oder dem Malchiner See (- 10 Meter) sowie dem Teterower See (-10,7 Meter) im - Teterower und Malchiner Becken - betrachtet, ergibt sich im Durchschnitt ein Höhenunterschied von bis zu 30 Metern. In diesem Zusammenhang ist der Höhenunterschied zwischen der Stadt Waren (Müritz) (70 m ü. NN), der Müritz (62,1 m ü. NHN) und der Stadt Malchin (10 m ü. NN) und dem Malchiner See (0,8 m ü. NHN) noch bemerkenswerter, weil damit dargestellt werden kann, dass Malchin und Teterow 50 Meter tiefer als die 31 Meter tiefe Müritz liegen. Insgesamt betragen die Höhenunterschiede in der Mecklenburgischen Schweiz ca. 150 Meter, wenn man die höchste Stelle, den Hardtberg (122 m) und die tiefste Stelle im Kummerower See (-28 m) annimmt.

Höhenprofil der mecklenburgischen Schweiz
Abb. Vereinfachtes Höhenprofil - Höhe 125 ü.NN.; Max. Tiefe 28m; Querschnitt ca. 50 Km

Dieser Zusammenhang zeigt, dass rund um die Mecklenburgische Schweiz (+125 Meter), dem Teterower und Malchiner Becken (+10 /- 25 Meter) und der Mecklenburgischen Seenplatte (+70 Meter) landschaftliche Höhenunterschiede von etwa 150 Metern anzutreffen sind, was man als Hügellandschaft bezeichnet.

Hilfreiche Links:

↑Endmoränen der Märkischen Eiszeit

„Gefrorene Malchiner Wiesen im Winter“ Bilder im Bildarchiv:

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Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 25.11.14
Quellenangabe: Dust/Steffen, „Mecklenburgische Schweiz – Streifzüge durch eine Landschaft“, Bremen 2005, „Rad-Wander- & Gewässerkarte Kummerower See | Malchiner See“, Verlag grünes herz, 2006; Förderverein Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See e. V. - DFr.;
Bildangaben: Johannes Ludewig / Januar-Februar 2011
Erstellt: 08.02.2011
Version: 25.09.2013
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