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Ostseesegeln Segeln Ostsee

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Ostsee Segeln - Ostseesegeln

Segeln Dickschiffsegeln Segeln Ostsee

Ostseesegeln

Ostseesegeln [Bilder, 1* ], also das Segeln im ↑Ostseeraum, zwischen dem ↑Skagerrak und dem ↑Kattegat im Westen, der südlichen Ostsee zwischen Deutschland und Polen, dem ↑Bottnischen Meerbusen im Norden und dem ↑Finnischen Meerbusen im Nordwesten hat eine lange historische Tradition und wird in vielen Sagen, Mythen sowie in hunderten historischen Überlieferungen beschrieben. Historische Funde in Mecklenburg-Vorpommern belegen, dass bereits im 8. Jahrhundert die Ostsee besegelt wurde. Zu den bekanntesten Mythen der Ostseeküste gehört die Geschichte um die versunkene ↑Stadt Vineta, an der polnischen Ostseeküste, aus dem 10. Jahrhundert, welche vermutlich in einem engen Zusammenhang mit der Entwicklung der slawischen Handelswege (↑Pomoranen) steht sowie die Legende um den Seeräuber Claas Störtebeker (1360 bis 1401). Der Begriff „Ostseesegeln“ beinhaltet nicht nur das maritime „Segeln auf der Ostsee“, sondern er erfasst ebenso die touristischen und kulturellen Angebote und Veranstaltungen sowie die maritimen Dienstleistungen im küstenahen Bereich und den Hafenstädten, was das Ostseesegeln zu einem regionalen wirtschaftlichen Faktor macht. Ostseesegeln ist heute eine aktive Form der sportlichen Freizeit- und Urlaubsgestaltung und wird damit zu einem wichtigen Bestandteil des modernen Gesundheitstourismus in Norddeutschland. (Siehe auch „Bootstour Mecklenburg)

Historische Bedeutung der Ostsee

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Zwischen der Nordsee und der Ostsee entstand im 12. Jahrhundert eine der bedeutendsten Handelswege in ↑Mitteleuropa. Mit der Entstehung der ↑Hanse (auch Kaufmannshanse), einer freien und eher losen Vereinigung von Ost- und Nordseehändlern und Kaufleuten entstand im ↑Hochmittelalter, im 13. und 14. Jahrhundert, eine der mächtigsten wirtschaftlichen und politischen Vereinigung, ohne eigene Souveränität Kriege zu führen. Aus der Kaufmannshanse des 11., 12, und 13. Jahrhundert entstand im 14. Jahrhundert die „Städtehanse“, welche zur Entwicklung so historischen Städte wie, Lübeck, Wismar, Rostock, Stralsund, Greifswald, Stettin, Danzig, Königsberg, Memel, Riga, Reval und Nowgorod führte. Das unendliche Leid und die Zerstörungen zweier Weltkriege sowie der „Eiserne Vorhang“ im ↑Ost-West-Konflikt nach 1945 verhinderten den offenen Handel an der Ostsee. Obwohl die Hanse für die Ostseeländer bereits seit dem 17. Jahrhundert keine nennenswerte Bedeutung mehr hatte, ist diese dennoch in den Herzen der Menschen bis in die Neuzeit von positiver Bedeutung erhalten geblieben. Wo immer die Hanse als Bezugspunkt städtischer Traditionen beschworen wird, gelten „die Hanseaten als weltoffen, urban, nüchtern und zuverlässig, aristokratisch-reserviert und steif“ [WIKIPEDIA]. Die Hanse wird den positiven Erscheinungen der Geschichte zugerechnet. Eine Stadt, die einst der Hanse angehört hat, hebt mit dem Wörtchen „↑Hansestadt“ ihr internationales Ansehen erheblich, was heute von besonderer touristischer und wirtschaftlicher Bedeutung ist. 1980 wurde in Zwolle die „↑Neue Hanse“ als Lebens- und Kulturgemeinschaft der Städte über die Grenzen hinweg gegründet. Ihr Ziel ist neben der Förderung des Handels auch die Förderung des Tourismus. Seitdem wird in jedem Jahr ein ↑Hansetag der Neuzeit in einer ehemaligen Hansestadt abgehalten.

Segeln Ostsee
Überführung Regatta-Segler am 20. März 2009 gegen 6:00 Uhr vor Hiddensee bei Rügen.

Die ersten großen Seefahrer auf der Ostsee waren vermutlich die ↑Wikinger, deren räuberischen Gruppierungen von jungen Männern, bestehend aus Dänen, Finnen, Norwegern und Schweden, welche zwischen dem 8. und dem 10. Jahrhundert die ersten größeren bekannten seetüchtigen Segelschiffe bauten und damit neue Handels- und Siedlungsgebiete erschlossen. Als Wikinger werden lt. Wikipedia „Angehörige von kriegerischen, zur See fahrenden germanischen Völkern des Nord- und Ostseeräume“ bezeichnet. Aus Sicht des Autors waren die Wikinger ein Volk von Händlern, Seefahrern und Handwerkern, welche sowohl neue Siedlungsgebiete als auch neue Handelsplätze mit ihren modernen Schiffen erschlossen.

Langschiff der Wikinger

Wikingerschiff Wikipedia

Obwohl den germanischen Völkern die römischen ↑Bireme- und die ↑Trireme Schiffe aus der Spätantike bekannt gewesen sein dürften, bauten die nordischen Völker erst in der Mitte des 7. Jahrhundert seetüchtige Segelschiffe aus ihren ↑Langschiffen. Zu den ersten bekannten Segelschiffen, mit denen das Ostseesegeln (Segeln auf der Ostsee) betrieben wurde, gehört ein hochseefähiges Segelschiff (↑Gokstad-Schiff) aus der Wikingerzeit, welches bei der Gokstad Farm von Sandar in Südnorwegen in einem Schiffsgrab 1880 von Nicolay Nicolaysen gefunden wurde. Das Gokstad-Schiff ist ein Langschiff mit einer Länge von 23,33 Metern und einer Breite von etwa 5,25 Metern (↑Wikingerschiffbau). Das Langschiff der Wikinger auf der Ostsee hatte einen etwa 12 Meter hohen Mast und eine Segelfläche von etwa 70 bis 110 Quadratmetern. Die Langschiffe der Wikinger waren sehr stabile und elegante Segelschiffe. Durch die vielen Ruder konnten die Langschiffe der Wikinger hohe Geschwindigkeiten erreichen und dienten deshalb lange Zeit nur als Kriegsschiffe. Langschiff Segelschiffe wurden vollständig aus Eiche gebaut und hatten bei voller Ausrüstung ein Gewicht von etwa 20 Tonnen. Das Gokstad Langschiff der Wikinger hatte einen Tiefgang von 0,85 Metern und war traditionell mit 32 Ruderern, welche sich in zwei Gruppen aufteilten, versehen. Der Rumpf der Wikinger Langschiff war geteert. Das deutlich breitere ↑Knorr Schiff (auch: Knörr oder Knarr [WIKIPEDIA]) war das dem Gokstad–Schiff nachfolgende Langschiff mit dem die Wikinger zu den nordatlantischen Inseln aufbrachen sowie Menschen und Material für ihre europaweiten Besiedlung- und Eroberungszüge brachten. [Bildquelle: ↑Viking Ship (drakar); Wikipedia]

Entstehung der Hansekogge

Hansekogge von Stralsund

Mit der Entstehung der Kaufmannshanse im Ostseeraum, einer mittelalterlichen kaufmännischen Vereinigung, welche Mitte des 11. und 12. Jahrhundert im Zuge der Ostbesiedlung entstanden ist, veränderte sich die frühmittelalterliche Schiffbautradition und die Entwicklung der Segelschiffe maßgeblich. Es entstand der mittelalterliche Segelschifftyp »↑Hulk« bzw. Holk Schiff genannt, der zwar eine breite Bauweise hatte, jedoch wegen seines geringen Tiefganges und des flachen Balkenkiels nicht hochseegängig war. Die Hulk- oder Holk Segelschiffe wurden zwar bis zum 15. Jahrhundert als Hanseschiffe genutzt, sind jedoch bereits im 12. Jahrhundert von den ersten ostfriesischen Koggen, einem bauchigen Einmast- Rahsegel- ↑Segelschiff mit einen Ausguck und einen ↑Achterkastell, abgelöst wurden. Der bekannteste Segler auf Ostsee, welche für seine Raubzüge ein Segelschiff nutzte, war Claas Störtebeker (auch Klaus Störtebeker, welcher als Freibeuter (↑Piraterie), der als Anführer der ↑Vitalienbrüder im Auftrag der ↑Herzöge von Mecklenburg zwischen 1396 bis 1401 im Ostseeraum und der Nordsee sein Unwesen trieb.[Bildquelle: Wikepeda; ↑Darstellung einer Kogge auf einem Siegel Stralsund; Gemeinfrei]

Gegen Ende 14. Jahrhundert eroberte die ↑Karavelle, ein Zweimast- Segelschiff mit einem ↑Achterkastell, welches durch seine Bauweise, „Hoch am Wind“ segeln konnte. Die Vorläufer der Karavelle wurde bereits im 10. Jahrhundert von den ↑Mauren, als segelbares Fischerboot erfunden. Die ↑Karavelle aus dem 15. Jahrhundert hatte eine Länge von ca. 25 Metern und war durchgängig begehbar. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts entstand die Quersegelkaravelle (Caravela latina) als Zwei- und Dreimaster Segelschiff mit ↑Rahsegeln. Die Caravela Latina konnte eine Last von mehr als 63 Tonnen transportieren, hatte eine Länge von 30 bis 35 Metern und hatte eine Besatzung von ca. 60 Mann. Die kleinen wendigen und sehr schnellen Karavellen kamen bis in das 18. Jahrhundert als Nachrichten- und Meldeschiffe, als Aufklärer und Vorpostenschiffe sowie als Schnellfrachtsegler und leichte Transportschiffe auch auf der Ostsee zum Einsatz. Etwas später als die Karavelle wurde in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts die Galeone gebaut. Die ↑Galeone war ebenso wie die Karavelle ein ↑Großsegler, welcher zunächst nur in Spanien, Portugal und England verbreitet war. Die Spanier benutzten ihre großen Galeonen, um Truppen und Ausrüstung für die Eroberung Amerikas westwärts über den Atlantik zu transportieren. Auf ihren Fahrten in der Gegenrichtung waren die Konvois mit erbeuteten Goldschätzen beladen und weckten immer wieder die Begehrlichkeiten vor allem englischer und französischer Piraten und ↑Freibeuter. Aus diesem Grund kamen die Galeonen bereits im 17. Jahrhundert wieder aus der Mode und wurden durch die ↑Fregatte, dem ↑Linienschiff oder dem ↑Ostindienfahrer abgelöst.(↑Rahsegel Kreuzfahrtschiff)

Ostseesegeln der Neuzeit

Segel Schulschiff GREIF (Greifswald) im Hafen von Lauterbach - Rügen

Zu Beginn des 19. Jahrhundert wurden die ersten ↑Dampfschiffe in Betrieb genommen, welche Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Blütezeit erlebten. Die ersten Dampfschiffe hatten immer noch Segel. Mit der Erfindung des ↑Fliehkraftregler (1788) an der ↑Dampfmaschine durch ↑James Watt, veränderte sich die Schifffahrt auf der Ostsee maßgeblich. Mit dem eingehenden 20. Jahrhunderts waren die meisten Großsegler durch die modernen Dampfschiffe abgelöst worden. Heute werden historische Großsegler als Ausbildungsschiffe der Marine, zunehmend aber auch für als ↑Sail-Training-Schiffe (Segel-Ausbildung auf großen Schiffen, vor allem mit dem Ziel der Persönlichkeitsentwicklung, der Charakterbildung und der Freude am Segeln) sowie für touristische Zwecke genutzt. Großseglerparaden finden auf internationalen Regatten wie der ↑Kieler Woche, der ↑Travemünder Woche, der ↑Hanse Sail sowie auf anderen Veranstaltungen ohne angeschlossene Regatta, wie der ↑Armada Rouen in Frankreich und der ↑Sail Amsterdam großen Anklang. Großsegler sind die Segelschiffstypen: ↑Vollschiff, ↑Brigg, ↑Bark und die ↑Klipper.

Mit dem 20. Jahrhundert ist die Ära der Segelschiffe und der Segelfahrt auf der Ostsee weitestgehend zum Erliegen gekommen. Verursacht durch deutsche ↑Eroberungskriege, wie dem ↑Ersten Weltkrieg (4. August 1914) und dem ↑Zweiten Weltkrieg (1. September 1939), bei dem es in Europa mehr als ca. 60 Millionen Tote gab, sowie der ↑Deutschen Inflation zwischen 1914 bis 1923, der Weltwirtschaftskrise (1928) standen sich in der Mitte des 20. Jahrhunderts an der Ostsee zwei unterschiedliche militärische und politische Weltmächte gegenüber. Im Westen von Mitteleuropa beherrschte die ↑Nato (North Atlantic Treaty Organization) den Ostseeraum und im Osten beherrschte der ↑Warschauer Pakt (Warschauer Vertrag) den Ostseeraum. Erst mit dem wirtschaftlichen und politischen Ende der sozialistischen Wirtschaftsordnung, dem ↑Sozialismus, am Ende der 20. Jahrhunderts (1998) wurde die Ostsee und deren Küstengewässer für Segler wieder zugänglich. Heute gehören die Ostsee und deren Küsten zu einem wirtschaftlich bedeutenden und beliebten touristischem Segelgebiet in Mitteleuropa. In enger Verbundenheit und Freundschaft können Segler aus der ganzen Welt jährlich an der ganzen Ostseeküste Segelveranstaltungen von Weltruf genießen und wunderschöne Urlaubstage erleben.

Ostseesegeln der Gegenwart

In der Gegenwart sind besegelte Schiffe auf der Ostsee, welche in der regulären Berufsschifffahrt genutzt werden, bedauerlicher Weise nicht mehr anzutreffen. Obwohl seit den 90iger Jahren des 20igsten Jahrhunderts angestrebt wird, alternative ökologische Antriebe für ↑Fracht-, ↑Passagier- und ↑Arbeitsschiffe zu schaffen, welche für den Betrieb und den Antrieb bis zu 14.000 Liter Schweröl pro Stunde verbrauchen [NTV] können, ist die nachhaltige Nutzung der ↑Windkraft, zur ↑Energiegewinnung, für die Seefahrt noch nicht wieder zurück gekehrt. - Aber ↑Kraftfahrzeuge, in Form „beräderter Hutschachteln“ mit 120g CO2-Ausstoß zu entwickeln, erscheint wichtiger zu sein.

Mola Charteryachten in Breege Rügen
↑MOLA - Yachtcharter Segelyachten in Beege auf der Insel Rügen

Das verbliebene Sportsegeln mit ↑Kielbooten oder ↑Jollen auf der Ostsee ist im 21. Jahrhundert den verschiedenen ↑olympische Bootsklassen sowie dem Yachtsegeln vorbehalten und dient überwiegend der sportlichen Betätigung und der Freizeitgestaltung. Das ↑Segeln im Allgemeinen fördert das kameradschaftliche Verhalten, die Teamfähigkeit, die Konzentration und die Kondition des menschlichen Körpers in besondere Weise. In keiner modernen Sportart werden gleichzeitig so hohe körperliche und gleichzeitig geistige Anforderungen an den Menschen gestellt, wie beim Segeln im Team. Dabei spielen Vertrauen und Zuverlässigkeit eine ganz besondere Rolle. Für das Segeln mit olympischen Bootsklassen, auf der Ostsee, ist ein einfacher Segelschein (SBF-Binnen unter Segel, Sportbootführerschein Binnen unter Segel) erforderlich, bei dem der Segler nachweist, dass er in der Lage ist, ein Boot mit Wenden und Halsen (↑Segelmanöver) sowie ↑Schot und ↑Pinne zu führen. Darüber hinaus wird das An- und Ablegemanöver bekannt sein. Das kleinste Segelboot mit einer Kajüte ist der ↑Jollenkreuzer.

Ostsee Segeltörn Besprechung

Große moderne sowie sportlich ambitionierte Segelboote werden als ↑Segelyacht (auch Segeljacht) bezeichnet, welche nicht selten eine Länge von 30 bis 50 Fuß (1 ft = 30,48 cm ≈ 30cm) und eine Reisegeschwindigkeit zwischen 6,4 und 10 ↑Knoten (1 kn = 1,852 km/h ≈ 2km/h) haben. Für Segelyachten spielt der ↑Kiel, also das Unterwasserschiff eine besondere Rolle. Klassische Yachten haben einen Langkiel (↑Langkieler) und moderne Yachten werden mit einem Flossenkiel versehen. Segelyachten mit einer Größe von mehr als 50 Fuß werden als ↑Mega-Yachten bezeichnet und spielen auf der Ostsee keine nennenswerte Rolle. Für das Yachtsegeln und ↑Chartern, also das Mieten eines Schiffes, auf der Ostsee ist der ↑Sportbootführerschein See (SBF See) und ein ↑Funkzeugnis erforderlich. Alternativ kann man beim Chartern einer Segelyacht einen ↑Skipper buchen. Bei den Sportbootführerscheinen handelt es sich nicht um ↑seemännische Patente, sondern jeweils um die für Deutschland vorgeschriebene amtliche Erlaubnis zum Führen eines Bootes zu Sportzwecken.

Ostseesegeln in der Zukunft

Mit den weltweiten klimatischen Veränderungen im 21. Jahrhundert und dem Ende der fossilen Brennstoffe wird sich die Art des Schiffsverkehrs auf der Ostsee und in anderen Weltmeeren deutlich verändern. Alternative ökologische Antriebe werden für die Schifffahrt von besonderer Bedeutung sein. So wird es in der Zukunft Segelfrachter (↑SkySails) und andere alternative Antriebe geben, was das traditionelle Segeln wieder in den maritimen Mittelpunkt der nahen Zukunft rücken lässt. (Siehe auch „↑Reeder planen das Hochseeschiff der Zukunft“ v. Hasnain Kazim)

Touristische und wirtschaftliche Bedeutung

Seit dem Ende des ↑Warschauer Paktes und der sozialistischen Planwirtschaft erlebt die gesamte Ostsee einen touristischen Boom, der sowohl den Segelsport, den Angelsport und die Kreuzfahrtschifffahrt nachhaltig betrifft. Länderübergreifend ziehen maritime Veranstaltungen und diverse maritime sportliche Events in den Sommermonaten viele Millionen Besucher aus den verschiedensten Nationen an die Ostseeküsten und die historischen Hansestädte der Ostseeanrainerstaaten besuchen. Neben der touristischen Entwicklung erleben die traditionellen Städte der ehemaligen Hanse einen überproportionalen wirtschaftlichen Aufschwung im Bereich Container- und Yachtbau und Tourismus. Im Tourismus und der Gastronomie an den östlichen Ostsee sind jährliche Wachstumsraten bis zu 20% keine Seltenheit. So entstanden nach 1990 an der gesamten mittleren und östlichen Ostseeküste, zwischen Wismar (Deutschland) und Riga (Lettland) viele kleinere Werften und Zulieferer im Bereich Yacht- und Schiffsbau. (z.B. ↑HanseYachts AG - Greifswald) An vielen Küsten und Insel der Ostsee entstehen jährlich neue moderne maritime Anlagen und Häfen mit Liegeplätzen (↑Marina genannt) sowie sanitäre Anlagen für Sportbootführer und Segler. Das Chartergeschäft, sowohl für die motorisierten Yachten als auch für Segelyachten an der Ostsee gewinnt jährlich an zunehmender Bedeutung. So entstehen kleinere Reiseveranstalter und Reiseunternehmen, welche Mitsegeln, Gruppensegeln und Ausbildungstörns anbieten ( ↑Segeln für Genießer, Sailing für Genießer).

Charterbetrieb Ostsee - Chartern

Mitsegeln bei Kristina Karg

Das Segeln auf der Ostsee ist zum großen Teil ein Teil des Chartergeschäftes (Chartern). Seit dem Jahr 1992 drängen immer mehr Charterunternehmen an die Ostsee. Zu den bekanntesten Charterunternehmen an der Ostsee gehören, die ↑MOLA Yachting GmbH (Bavaria Yachten), die ↑Segelschule Goor GmbH (Bavaria Yachten) auf der Insel Rügen, ↑MV – Yachtcharter Greifswald (Bavaria u. Hanse Yachten) in Vorpommern und die ↑Hanse Sailing Yacht-Charter & Handels GmbH (↑Hanse Yachten). Laut der ↑Firma Mola Yachting GmbH sind Charterunternehmen zumeist die Betreiber von privaten Yachten, welche sehr unterschiedlichen Eignern gehören. Die Yachten der privaten Eigner werden beim Erwerb in vielen Fällen mit Hilfe einer Bankfinanzierung erworben. Damit die Rückzahlung der Finanzierung einer Yacht sichergestellt wird, werden die Yachten von privaten Eignern durch ein Charterunternehmen in den folgenden Jahren betreut, verchartert, gewartet und ggf. weiterverkauft (↑CHARTER-KAUF-SYSTEM). Die Kosten für die Wartung, Winterlager auf Aufarbeitung etc. werden mit den Einnahmen aus dem Charterbetrieb verrechnet und der Erlös kommt dem Eigner zu Gute. Eine steuerliche ↑Abschreibung von Yachten, wie es diese in den 90iger Jahren gab, gibt es in Deutschland nicht mehr. Darüber hinaus, so die Auskünfte einiger privaten Eigner, soll die private Anschaffung einer Yacht nur Sinn machen, wenn man über diesen Weg langfristig zu einer größeren eigenen Yacht kommen möchte. „Eine Yacht zu Verchartern, um Gewinne zu erzielen sei nur bedingt möglich“, so ein Eigner, welcher eine Yacht an der Ostsee verchartert, ... „weil der Zustand einer Yacht, in den Charterjahren, doch erheblich leidet.

Baltic Sail

Die ↑Baltic Sail ist eine Segelveranstaltung der Ostseeanrainerstädte ↑Karlskrona (Schweden), Rostock (als Hanse Sail), ↑Danzig, Helsingør, Lübeck-Travemünde, Halmstad (Schweden) und Klaipėda (Litauen) für Traditionssegler, Museumsschiffe und Großsegler, die die Windjammer jährlich von Hafen zu Hafen über den Sommer rund um die Ostsee führt. [Wikipedia] An der norddeutschen Ostseeküste ist die Sail Travemünde und die Hanse Sail (auch Hansesail geschrieben) zu Rostock-Warnemünde ein Bestandteil der Baltic Sail. Die historischen Segelschiffe werden heute als Traditionssegler bezeichnet und sind ein unverzichtbarer Bestandteil der touristischen Veranstaltungen in den Sommermonaten, entlang an der gesamten Ostseeküste.

Segelrevier Ostsee

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Die Ostsee zwischen dem Skagerrak bei Dänemark, dem Kategat zwischen Dänemark und Schweden, der mittleren Ostsee zwischen Deutschland, Polen, Litauen und Lettland, dem Finnischem Meerbusen zwischen Estland, Russland und Finnland, sowie dem Bottnischem Meerbusen zwischen Finnland und Schweden, ist ein Binnenmeer in Europa und hat einen Salzgehalt von 1,7 % im Westen bei Skagerrak und 0,3% im Bottnischen Meerbusen. Die gefühlte mittlere Lufttemperatur beträgt im zwischen 22°C und 26°C, im Frühling (Mai, Juni) beträgt die gefühlte Lufttemperatur etwa 16°C bis maximal 23°C und im Herbst liegt die gefühlte Temperatur bei etwa 9° bis 12°C, wenngleich es in Wahrheit deutlich kälter oder wärmer ist. Damit kann man das Segelrevier an der Ostsee durchaus als gemäßigt bis angenehm kühl bezeichnen. Die durchschnittlichen Winde an der Ostsee kommen meistens aus westlicher Richtung und gehen mit windigen, manchmal auch stürmischen Tiefdruckgebieten einher. Windstärken zwischen 3 und 5 sind an der norddeutschen Ostseeküste üblich und werden nur in den kalten Jahreszeiten deutlich überschritten. Bei östlichen Winden handelt es sich meistens um lang anhaltende Hochdruckgebiete, die üblicher Weise mit sehr viel schönem Wetter und leuchtend blauem Himmel einher gehen. Die Wassertemperatur der Ostsee beträgt im Winter ca. 4°C und kann im Sommer maximal 21°C erreichen. Die besten Winde zum Segeln, zum Mitsegeln oder zum Surfen sind an der Ostsee im März und im April anzutreffen. Diese von den einheimischen Fischern als Märzstürme bezeichnet. Die Märzstürme sind maßgeblich für die Änderungen an der Kliffküste, für die Abbrüche an der Kreideküste und für das spätere aussehen der Strände verantwortlich. Auch der Bernstein, welche als fossiles Gestein an die Küste von Hiddensee oder Fischland-Darß-Zingst getragen wird kommt meistens mit den Märzstürmen. Allerdings ist zu dieser Zeit das Wasser mit einer Temperatur zwischen 4° und 6° Celsius meistens wärmer als die Luft. Ebenso attraktive Winde sind gegen Ende September bis Mitte Oktober anzutreffen. Von Ende Oktober bis Ende Januar kann man an der Ostsee dann häufig eine „Glatte See“ beobachten. Die Wasserfläche der Ostsee, auch als Baltisches Meer (Mare Balticum) bekannt, beträgt 413.000 km² und ist damit das größte Brackwassermeer der Erde. Die Durchschnittliche Wassertiefe der Ostsee beträgt 52, wobei die mittlere Ostsee eine deutliche seichtere Wassertiefe aufweist. Das 22.000 km² große Kattegat wird in vielen Zusammenhängen, meisten als Arm zur Nordsee, der Ostsee zugerechnet obwohl es lt. Wikipedia [Kattegat] biologisch, verkehrstechnisch und historisch im Gegensatz zur eigentlichen Ostsee kein Binnenmeer ist.

Ostsee (lat. Mare Balticum)

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Die Ostsee (Baltisches Meer; suevisches Meer) mit ihrer Fläche von 413.000 km² ist während der Endphase der letzten Eiszeit, der Weichsel-Eiszeit (v. 117.000 Jahre), vor etwa 12.000 Jahren entstanden. Durch Heben und Senken der Wasserstände sowie durch die Schürfvorgänge sich bewegender Eisberge von einer Höhe bis zu 300 Metern veränderte die Ostsee in vielen jahrtausenden ständig ihre Form. Ihre heutige Form erhielt die Ostsee vor etwa 5.000 Jahren. Hochwasser und Erdverschiebungen welche die verschiedenen Küstenformen, wie die Kreideküsten der Insel Rügen und Møns Klint (Möns Klingt) in Dänemark ausbildeten, bieten heuten ein vielseitige interessantes Landschaftsbild am Rande der jeweiligen Küstenabschnitte. Deshalb sind bei einer Reise entlang der Ostseeküste an der Ostsee folgende Küstenformen anzutreffen:

Schärenküste

Schären sind der Küste vorgelagerte, kleine und kleinste felsige Inseln, die durch den Abschleifeffekt der Gletscher eine charakteristische Kuppenform aufweisen. Die schwedisch-finnische Küste in der Zentralen, Nördlichen und Östlichen Ostsee ist fast ausschließlich eine Schärenküste; ab und zu findet man noch vereinzelte Fjorde (Fjord-Schären-Küste).

Kliffküste

An einigen Stellen, zum Beispiel auf Gotland, Bornholm, Møn und Rügen, haben sich Kliffküsten gebildet. Diese ragen steil und schroff hervor und markieren Geländebrüche im geologischen Untergrund. Kliffkanten finden sich auch unterhalb des Meeresspiegels. Auch die Nordküste Estlands zum Finnischen Meerbusen hin ist durch solch eine Bruchlinie geprägt. (s.a. Kliffküste)

Fördenküste

Die Ostküste Schleswig-Holsteins und Jütlands ist durch Förden gekennzeichnet, die allerdings in Dänemark Fjord genannt werden. Diese schmalen langen Buchten sind bei der Entstehung der Ostsee durch den Anstieg des Meeresspiegels vollgelaufene ehemalige Gletschertäler.

Boddenküste

Blick von Barhöft über die Boddenlandschaft nach Hiddensee. Die vorpommersche Küste ist durch Boddenlandschaften geprägt. Bodden sind dadurch entstanden, dass vormalige Inseln durch stetige Zuführung von Material, hauptsächlich Sand, durch schmale Brücken miteinander verbunden worden sind. Die rückwärtigen Gewässer, die Bodden, sind dadurch größtenteils von der Ostsee abgetrennt worden und mit ihr nur noch durch Rinnen verbunden.

Ausgleichsküste

Die Ausgleichsküste bestimmt vor allem die Küstenlinie Polens von Stettin bis kurz vor Danzig und die lettische Küste. Hier sind die typischen reich gegliederten glazialen Küstenformen durch die Anströmung und den Sedimenttransport von Westen her ausgeglichen worden, so dass der Verlauf fast gerade ist. ( Quelle: Ostsee; Wikipedia)

Hilfreiche Links:

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Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 01.12.14
Quellenangabe: Wikipedia; SEGELN - Das Praxishandbuch, Steve Sleight, Dorling Kindersley 2000;
Bildangaben: Johannes Ludewig 2008/ 2009
Erstellt: 26.03.2009
Version: 25.09.2013
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