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Rhododendronpark Graal-Müritz

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Rhododendronpark in Graal-Müritz

Rhododendronpark in Graal-Müritz an der Ostsee

Hauptseite: Rhododendron (Singular Rhododendron)
Rhododendren erblühen zwischen dem 15. Mai und dem 10. Juni.
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Gedenkstein im Rhododendronpark Graal-Müritz

Das ↑Seeheilbad Graal-Müritz an der Mecklenburgischen Ostseeküste, zwischen der Hansestadt Rostock und Ribnitz-Damgarten, welches seit 1860, mit der Entstehung der Bäderarchitektur als touristischer Badeort zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, ist neben dem Seeheilbad Heiligendamm bei Bad Doberan das älteste Seeheilbad (Heiligendamm 1793) an der Mecklenburgischen Ostseeküste.

Nachdem 1877 Karl Friedrich Christian von Mettenheimer, damaliger Landesmedizinalrat und Leibarzt des mecklenburgischen Großherzogs (↑Friedrich Franz III.), die bioklimatischen Vorzüge von Wald, Moor und Ostsee an diesem Küstenabschnitt hervorhob, nahm der Bade- und Kurbetrieb in den damals noch beiden Orten Graal und Müritz zunehmenden Aufschwung. 1880 öffnete das erste Hotel namens „Anastasia“ in Müritz an der Ostsee (Quelle: ↑Graal-Müritz). Graal und Müritz entwickelten sich in zu beliebten Familienbädern an der Mecklenburgischen Küste, was die Entstehung der Rhododendron Parkanlage in Graal-Müritz natürlich begünstigte.

Rhododendronparkanlage in Graal-Müritz

Nur wenige Kilometer vom heutigen Seeheilbad Graal-Müritz entfernt, in dem Küstendorf ↑Gelbensande, lies der mecklenburgischen Großherzogs ↑Friedrich Franz III. und seine Frau ↑Anastasia Michailowna Romanowa 1887 das ↑Jagdschloss Gelbensande errichten, welches die Bedeutung der damaligen Badeorte Graal und Müritz, weitere Bedeutung und Anerkennung zukommen lies.

Inspiriert von der touristischen Bedeutung des Seeheilbade schuf der Rostocker Gartenarchitekt Friedrich-Karl Evert, zwischen 1955 und 1961 aus einer Sandkuhle in Graal-Müritz, nur wenige hundert Meter vom Ostseestrand entfernt, einen der schönsten Rhododendronparkanlagen in Deutschland, welche jährlich zum 25. Mai in seiner vollen Blüte steht. Im Jahr 2007 erhielt der Rhododendronpark in Graal-Müritz von der ↑Gemeinde Graal-Müritz einen neuen Konzertpavillon in dem, besonders in den Sommermonaten regelmäßig Konzerte und weitere Veranstaltungen stattfinden.

Rhododenron Parkgestaltung in Graal-Müritz
Rhododendron Pflanzung

Der Rhododendronpark in Graal-Müritz hat eine Größe von ca. 2,4 Hektar und beherbergt etwa 2.000 Rhododendren. Neben den vielen naturnahen Rhododendronarten sind im Rhododendronpark von Graal-Müritz eine Vielzahl von Züchtungen und Rhododendren-Hybriden zu besichtigen. Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil der Rhododendren, welche im Rhododendronpark Graal-Müritz stehen von der ↑Gärtnerei Johann Heinrich Seidel1 aus Dresden stammen. Die ↑Seidelsche Hofgärtnerei1 in Dresden belieferte bereits im frühen 19. Jahrhundert ganz Deutschland mit Azaleen, Kamelien und Rhododendren (siehe ↑Baumschule Seidel). Noch heute ist die Gärtnerei Seidel in Dresden eine der bedeutendsten Züchterunternehmen für Rhododendren und japanische Azaleen.

Die Rhododendron Parkanlage in Graal-Müritz ist langgestreckt angelegt und führt und Kiefern und Mischwald entlang. Auf den langgezogenen Wegen sind Rhododendren mit einer Höhe von mehr als sechs Metern zu betrachten, was bei der heutigen Gartenbaukunst schon eine sehr große Seltenheit ist. Die Blütenvielfalt der Rhododendren gereicht von sehr groß über mittelgroß bis zu winzig kleinen Blüten. Die Farbenpracht während der norddeutschen Blütezeit, zwischen 20. Mai und Anfang Juni beginnt bei tief violetten Farbtönen über Rot, Rosa, Weiß, Geld und Chremfarben.

Weisse Rhododendren in Graal-Müritz

Weil in Graal-Müritz an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern, der Rhododendron-Park nur wenige hundert Meter vom Ostseestrand entfernt ist, nutzte man seinerzeit die Gelegenheit, eine ehemalige Sandkuhle mit torfhaltiger Erde aus den weiter südlich gelegenen torfhaltigen Feuchtwiesen, dem Trebelmoor bei Gnoien, aufzufüllen. In die mit Torf verfüllte Sandkuhle wurden dann um 1960 von Gartenarchitekt Friedrich-Karl Evert aus Rostock mehr als 1000 Rhododendron gepflanzt, so dass im Laufe der Jahrzehnte einer der schönsten Rhododendronparks in Norddeutschland entstanden ist. Heute werden die Rhododendron Beete von Zeit zu Zeit durch Rindenmulch und Torfboden erneuert, so dass fortlaufend eine Veränderung im Rhododendronpark Graal-Müritz stattfindet und zu erleben ist.

Rhododendron im Garten

Viele tausend Besuche nutzen im Frühjahr den Besuch im Rhododendron Park Graal-Müritz um einen ersten Ausflug an der Ostsee zu machen. Wenngleich das Wasser und die Strände an der Ostsee zur Rhododendronblüte noch recht kühl sind, sollte man dem vorzüglichem norddeutschen Garten und seinem Erbauer unbedingt einmal einen Besuch abstatten.

1 Gärtnerei Johann Heinrich Seidel

Textauszug aus ↑dresdner-stadtteile.de; ↑Seidelsche Gärtnerei: „Die Geschichte der ↑Gärtnerei Seidel begann in Böhmen, woher die Familie ursprünglich stammte. Während des Dreißigjährigen Krieges flohen die Vorfahren Hermann Seidels aus Glaubensgründen nach Sachsen und ließen sich zunächst in Radeberg nieder. Christoph Seydel übte hier zeitweise das Amt des Bürgermeisters aus und gründete 1717 das Augustusbad.

Sein Enkel Johann Heinrich Seidel (1744-1815) war ab 1779 in Dresden als königlicher Hofgärtner tätig und galt als sehr gebildet. Regelmäßig korrespondierte er u.a. mit Goethe, der ihn auch in seinem Haus besuchte. Seine beiden Söhne Traugott Leberecht und Jacob Friedrich gründeten 1813 an der Kleinen Plauenschen Gasse eine Gärtnerei, die bereits wenige Jahre später in die Pirnaische Vorstadt verlegt wurde. Vorrangig widmeten sich die Seidels der Zucht von Azaleen und Kamelien, die bald zu einem Markenzeichen der Gärtnerei werden sollten. Nachdem der Platz in der Stadt nicht mehr ausreichte, verlegte Jakob Hermann Seidel (1833-1896) das Unternehmen 1865 nach Striesen. Zu diesem Zeitpunkt galt auch er bereits als international anerkannter Gartenbauexperte.

Jakobs einziger Sohn, Hermann Seidel, übernahm 1887 den väterlichen Betrieb und richtete seine Gärtnerei zunächst in der Nähe des heutigen Stresemannplatzes ein. Hier begründete er seine weltberühmte Zucht von Azaleen, Rhododendren und Kamelien. Weitere Gärtnereien folgten ihm, so dass Striesen zu einem Zentrum des Gartenbaus im deutschsprachigen Raum wurde. Zeitweise existierten über 50 Betriebe im Ort. Erst mit fortschreitender Bebauung wurden diese in die weiter östlich gelegenen Vororte, vor allem nach Tolkewitz und Laubegast verdrängt.

Zu Seidels größten Verdiensten gehörte die Zucht winterharter Rhododendronsträucher, für die er in einem Striesener Wäldchen ideale Bedingungen vorfand. Diese 1877 angelegte Zuchtgärtnerei war Grundstein für den heutigen Hermann-Seidel-Park an der Grenze zwischen Striesen und Blasewitz (Foto). 1894 verlegten Hermann Seidels Söhne die Gärtnerei nach Laubegast. Hier blieb sie bis 1946 in Privatbesitz, wurde später in das VEG Tolkewitz eingegliedert und nach 1990 zugunsten eines Wohnparkes beseitigt. Nachkommen betreiben heute noch einen Gartenbaubetrieb in Grüngräbchen bei Kamenz. Neben dem von ihm gestifteten Striesener Volkspark engagierte sich Hermann Seidel auch für den Bau einer Kirche in seinem Heimatort, die 1880 an der Wittenberger Straße eingeweiht wurde. 1885 gründete er die “Gärtnervereinigung von Sachsen” und war 1887 Initiator der ersten Internationalen Gartenbauausstellung in Dresden.“ Quelle: ↑Dresdner Stadtteile (Mit freundl. Erlaubnis v. LH., 15.06.2011)

„Rhododendronpark Graal-Müritz“ Bilder im Bildarchiv:

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Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 12.10.11
Quellenangabe:
Bildangaben: Johannes Ludewig
Erstellt: 08.06.2011
Version: 25.09.2013
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