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Schwäne (Entenvögel)

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Schwäne sind Entenvögel der Gattung Anatidae (lat.)

Schwäne Lebensraum und Eigenschaften

Schwäne füttern: Schwäne (Cygnini) (Bilder) kann man im Winter, aber nur wenn wirklich alles zugefroren ist, mit Körnerfutter wie Gerste, Hafer, Weizen, Mais oder Hühnerkörnerfutter sowie mit Salat und geschnittenen Apfelstücken, auch gedünsteten Möhren oder Mais füttern. Alte Brotreste, Brötchen, Sandwichscheiben, Kekse oder sonstige vom Menschen genutzte Nahrung sind für die Schwäne und alle anderen Entenvögel im Winter ungeeignet und können zu schweren Erkrankungen der Vögel führen! Darüber hinaus gilt; ganzjährig ist das Füttern von Schwänen und allen anderen Entenvögel untersagt.
Brütender Schwan auf dem Nest

Schwäne (Cygnini) sind die häufigsten heimischen Großvögel.

Schwäne sind Wasservögel und gehören zur Gattung der Enten. Der Lebensraum von Schwänen sind seichte Gewässer. Die heimischen Schwäne sind Höckerschwäne (Cygnus olor) aus der Familie der Enten. Ausgewachsene Höckerschwäne sind weiß gefärbt und haben einen gelblich-orangene Schnabel mit einem kräftigen schwarzen Höcker am Nasenansatz. Schwäne sind Schwimmvögel und können nicht Tauchen. Der lange wendige Hals ermöglicht den Schwänen den Wasserboden im Uferbereich nach Futter abzusuchen.

Einjährige Schwäne haben zum Teil noch ein weißgraues Gefieder, wobei das Weiß im Gefieder überwiegt. Mit jeder Mauser verlieren die jungen Schwäne die flauschigen grauen Federn aus ihrem Gefieder. Die grauen Federn werden dann durch kräftige weiße Federn ersetzt. Solange junge Schwäne noch über graue Federn verfügen, werden diese von Altvögeln bewacht und geschützt.

Bei dem Menschen sind die majestätisch anmutenden Großvögel ausgesprochen beliebt und zieren fast jedes Gewässer in unseren Städten, Gemeinden und Parkanlagen. In einigen deutschen Parkanlagen und Tierparkanlagen sind auch der Trauerschwan (Cygnus atratus) gelegentlich anzutreffen. Der Trauerschwan mit seinem schwarzen Gefieder und seinem leuchten rotem Schnabel ist jedoch in Australien zu Hause und ebenso in Neuseeland verbreitet, wo er um 1900 eingebürgert wurde. Schwäne gehören heute zu jeder gepflegten Parkanlage und zu jedem Tierpark. Doch gleicht nicht jeder Schwan vom Charakter dem anderen.

Schwanenmutter mit Schwanenküken

Schwäne sind stattliche weiß, grau (meistens einjährige Jungvögel) oder auch schwarz gefiederte Gänsevögel, die einen großen Teil ihres Lebens schwimmend, den Kopf in das Wasser steckend, auf Süßwassergewässern verbringen. Ebenso sind Schwäne häufig auf Brackwasser und Boddengewässer anzutreffen. Auch dort suchen sie, im Wasser stochernd, nach Grünteilen und Wurzeln von Wasserpflanzen. Zum Grundeln, wie das Tauchen eines Schwanes bezeichnet wird, benutzt der Schwan seinen langen s-förmig gebogenen Schwanenhals.

Schwäne leben in einer strengen Einehe und werden etwa 18 bis 20 Jahre alt. Ein Schwanenpaar benötigt einen feuchten Lebensraum von mindesten 200m², den das Schwanenpaar auch energisch gegen jeden Eindringlich verteidigt. Deshalb sollte man einen einzelnen Schwan, ein Schwanenpaar oder gar eine Schwanenfamilie mit ihren Jungvögeln niemals reizen oder gar verärgern. Schwäne sind äußerst revierorientiert und sehr wehrhaft. Schwäne können mit ihren kräftigen Flügeln oder Bissen einen Eindringling verletzen und problemlos einen oder mehrere Armknochen brechen. Höckerschwäne werden etwa 1,5 Meter lang und haben eine Flügelspannweite von ca. 2,40 Metern.

Von Hand aufgezogene Schwäne verteidigen ein Grundstück besser und ausdauernder als jeder Hund. Ähnliche Eigenschaften haben Gänse und von Hand aufgezogene Reiher oder Kraniche. Von strengen Wintern ausgehungerte Schwäne sind aggressiv bis apathisch. Niemals sollte man sich, besonders in den Wintermonaten Schwänen zu sehr nähern. Besonders bei strengen Wintern, wo Seen oder nahe liegende Gewässer über längere Zeit zugefroren sind, leiden Schwäne unter Futtermangel. Das führt nach ca. zwei Monaten Futterentzug zur Schwächung oder gar zur Erkrankungen der schönen Wasservögel. Wie es in den Wintermonaten 2006 am Rand der Insel Rügen und dem Greifswalder Bodden geschehen ist, führt ein strenger und lange Zeit anhaltender Winter im schlimmsten Fall zum Ausbruch der Vogelgrippe (Influenza A/H5N1).

Höckerschwan (Cygnus olor)

Schwan Porträt Schnabel

Der in Deutschland am meisten verbreitete Schwan ist der Höckerschwan (Cygnus olor). Ursprünglich hatten Höckerschwäne ihren Lebensraum in Mittel-, Nord- und Osteuropa sowie in manchen Gebieten Mittel- und Ostasiens. Sie wurden jedoch oft in Parks auf Seen ausgesetzt, sind verwildert und deshalb heute in ganz Europa sowie in Nordamerika, Australien und Neuseeland zu finden. Der Höckerschwan mit seinem s-förmig gebogenen langen Hals, dem weißen Gefieder, dem orangerot gefärbten Schnabel mit der schwarzen Schnabelspitze und dem schwarzen Höcker am Nasenansatz, gehört mit seinem 15 Kilogramm Lebendgewicht zu den schwersten flugfähigen Wasservögeln. Schwäne haben fleischfarbene bis schwarze Füße mit kräftigen ledernen Schwimmhäuten, die dem Schwan ein gute Beweglichkeit im Wasser, jedoch eine schlechte Beweglichkeit auf dem Land bieten.

Neben dem gemeinhin bekanntem Höckerschwan mit seinem rötlichem bzw. orangefarbenen Schnabel, dem stolzen samtig weißem Gefieder und der stattlichen ästhetischen Statur verbringen auch der Singschwan (Cygnus cygnus) und der Zwergschwan (Cygnus columbianus) ihr Leben in Nord und Mitteleuropa. Der Singschwan (Cygnus cygnus), dessen besonderes Merkmal der kleinere Körperbau und der gelbe Schnabel mit dem schwarzen Keil ist, ist ein Brutvogel Schwedens und anderer nordischer Länder. Seit den neunziger Jahren ist der Singschwan auch Brutvogel in Norddeutschland.

Singschwäne überwintern in kleinen bis mittelgroßen Gruppen auf Feldern in Norddeutschland auf denen eine Zwischenfrucht angebaut ist. Im Oktober verlassen die Singschwäne ihre Brutrevieren und fliegen dann in Richtung Süden an die südliche Ostseeküste, wo sie in kleinen oder größeren Gruppen auf den Feldern überwintern. Bereits im zeitigen Frühjahr, verlassen die Singschwäne in den Nächten und frühen Morgenstunden, unter lautem Rufen die Winterquartiere und fliegen in mittelgroße Schwärmen zurück in ihre Brutreviere im Norden.

Der Zwergschwan (Cygnus columbianus) ist im Nordwesten Europas heimisch. Der Zwergschwan ist kleiner als der Singschwan. Der Zwergschwan hat einen gelb-schwarzen Schnabel und trägt seinen Hals gerade. Das Brutrevier der Zwergschwäne ist die arktischen Tundra. Als Wintergast ist der Zwergschwan eher selten in Norddeutschland anzutreffen.

Schwäne, die im Frühjahr in größeren Gruppen die nordischen Brutgebiete aufsuchen sind bereits über weite Kilometer hinweg zu hören. Schwäne sind nacht- und tagaktiv. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass einige Schwäne in den Nächten fliegen. Das kräftige Schlagen der mächtigen Flügel verursacht surrende Geräusche in der Luft und lässt die anfliegenden Schwäne gut erkennen. Schwäne fliegen immer im Formationsflug. Der konsequente Formationsflug erleichtert das Fliegen.

Schwäne Vogelzug im Winter

Der Lebensraum von Schwänen ist sehr abhängig von der Nahrung. Schwäne fressen Mischfutter, Brotreste und alles Grünzeug, sofern kein natürlicher Wasserpflanzenbewuchs vorhanden ist. Gern fressen Schwäne Entenflott auch Entengrütze genannt. In der Natur fressen Schwäne Grünteile, Samen und Rhizome vieler Wasserpflanzen, die durch Eintauchen mit dem langen Hals unter Wasser abgerissen werden. Ferner fressen Schwäne Sumpfpflanzen, Gräser und Getreidesaat. Schwäne bauen ihre Nester in Flachwasserzonen, auf einer gut geschützten Insel oder im Schilfdickicht auch Röhricht genannt.

Brutzeit der Schwäne

Die Brutzeit beginnt bei den heimischen Höckerschwänen im März, der Balz. Bei strengen Wintern kann sich die Brut der Schwäne auch bis in den April verzögern. Schwäne bevorzugen für die Aufzucht ihrer Brut stille abseits liegende Gewässer mit viel Schilf und Röhricht. Das Gewässer muss jedoch so groß sein, dass die Schwäne ausreichend Platz zum Starten und Landen haben.

Schwanenkücken schlüpfen aus dem Ei

Das Schwanennest wird an einer sicheren Stelle überwiegend aus trockenem Schilfrohr gebaut. Ein Schwanennest hat einen Durchmesser von etwa 1,5 bis 2,00 Metern und befindet sich etwa 30 bis 60 Zentimeter über dem Wasserspiegel. Ein Schwanenpaar legt 5-8 beige gesprenkelte Eier aus denen nach einer Brutdauer von 36 Tagen die Schwanenküken schlüpfen. Schwäne sind Nestflüchter. Das bedeutet, dass die Altvögel wenige Stunden nach dem Schlüpfen der Küken gemeinsam das Nest verlassen. Wenn die Altvögel das Nest mit den Jungen verlassen bleiben die Küken nahe bei den Altvögel. Die Altvögel lehren den Jungvögeln den Umgang mit dem Menschen, das Verteidigen gegen eine Seeadler oder einen Fischadler und die Flucht vor einem Fuchs.

Die jungen Schwäne bleiben bis zu einem Jahr mit den Altvögeln zusammen. Besonders auffällig ist dies im Winter.

Schwäne im Winter

Die heimischen Schwäne überwintern in Mitteleuropa, sowohl an der Ostsee als auch an der Nordsee und weiter nach Süden. In besonders harten Winter, wie dem Winter im Jahr 2010, suchen die Schwäne möglichst offene Gewässer oder Felder mit Saat auf. Gleichzeitig sind die Schwäne im Winter bemüht, möglichst wenig zu fliegen, da das Fliegen sehr viel Energie verbraucht. Schwäne stellen ihre Aktivitäten in den Wintermonaten auf das Notwendigste ein und können durch den geringeren Energieverbrauch auch lange Zeit mit geringer Nahrungsaufnahme überleben.

Leben der Schwäne im Winter

Schwäne finden sich im Winter, wenn die Gewässer zugefroren sind und das Grundeln nicht mehr möglich ist, zu kleinen Gruppen zusammen. In Gruppen zusammengefunden suchen sie dann gemeinsam auf Feldern unter dem Schnee nach fressbarem Grünen. Schwäne sind Wasservögel. Im Wasser haben Schwäne immer Schutz. Auf dem Land sind Schwäne unbeholfen und unsicher. Sie benötigen viel Kraft und einen weiten Anlauf um vom Boden abzuheben. Durch die Bildung von kleineren Gruppen sind Schwäne aber auch an Land sehr wehrhaft. Gemeinsam können Schwäne erfolgreich Raubtiere, wie den Fuchs und ebenso Greifvögel, wie den Seeadler abwehren.

Höckerschwan im Park

Seit Anfang des 19. Jahrhundert werden Schwäne als Ziervögel an Parkseen oder städtischen Gewässern gehalten. Die noch heute an der Havel vorkommenden halbwilden Havelschwäne sind Nachkommen von Züchtungen des Hofes aus der Zeit Friedrichs des II. von Preußen. Da der Höckerschwan regelmäßig gefüttert wurde, ist der Höckerschwan kein eigentliches Wildtier mehr und kann eher als Ziergeflügel bezeichnet werden. Auf verschiedenen Seen ist der Höckerschwan bereits zur Plage geworden, weil er in Ermangelung von Grünfutter gern die von Fischern eingesetzte Fischbrut frisst. In zoologischen Gärten und in einigen seltenen Fällen kommt es bei den Schwänen zu Koloniebildungen, wobei dann die Nester der Schwäne nur wenige Meter Abstand voneinander haben.

Schwäne, die in Parkanlagen und in menschennahen Gewässern aufgewachsen sind, sind auch im Umgang mit dem Menschen sowie dessen Haustiere, wie zum Beispiel Hunde, sehr gut vertraut. Dass ihnen auf den städtischen Gewässern oder an den Ufern großer Seen keine Gefahr droht ist den meisten der Schwäne gut bekannt, was sie veranlasst Sommer wie Winter an den Ufern der Gewässer nach Futter zu betteln. Dennoch sind Schwäne überaus wehrhaft und können bei Gefahr nicht nur mit ihrem kräftigen Schnabel blitzschnell zuschnappen, sondern auch in gefährlicher Weise mit ihren breiten kräftigen Flügeln zuschlagen.

Nach unserer Ansicht ist den Schwänen bekannt, wann der Winter für die Vögel gefährlich werden kann, denn das Klima in Norddeutschland verläuft sich seit Jahrhunderten immer wieder auf dieselbe Weise – am 20. Februar (siehe Spätwinter) ist der Winter vorbei.

„Schwan und Schwäne“ Bilder im Bildarchiv:

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Weitere Informationen:
  • ↑Höckerschwan
  • ↑Illustrierte Schwan Informationen
  • ↑Der Singschwan (Cygnus cygnus)
  • Autor: Johannes Ludewig
    Last Edit: 14.07.14
    Quellenangabe: Höckerschwan; ziergeflügel.de, Handbuch Natur, Tieren und Pflanzen unserer Heimat, Seehamer Verlag GmbH, Seite 46
    Bildangaben: Volkmar Grauman, Johannes Ludewig
    Erstellt: 21.12.2006
    Version: 25.09.2013
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