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Hochwasser – Hochwasserbedrohung in Deutschland

Hochwasser – Hochwasserbedrohung, Fluten und Überflutungen in Deutschland

Hauptseite: Wettervorhersagen und Wetterprognosen Siehe auch: Wind, Sturm und Orkane Unwettervorhersagen: ↑Aktuelle Vorhersage Siehe auch: ↑Liste der Hochwasserfluten

Hochwasser führen zu regional zu gefährlichen Überflutungen, welche zumeist als Folge von starken Niederschlägen durch Unwetter entstehen, wenn mit den Niederschlägen in einem relativ kurzen Zeitraum etwa 200 Liter Niederschlag pro Quadratmeter innerhalb einer bestimmten Region fallen. ↑Hochwasser und Überflutungen treten überwiegend in den Übergangsjahreszeiten auf, wobei der Spätwinter, der Frühling sowie der Frühsommer am häufigsten betroffen sind. Im Hochsommer können verstärkt Hochwasser durch gewitterartige Unwetter in den südlichen Regionen der Mittelgebirge auftreten, wenn bei noch besonders heißen Sommertagen plötzlicher Starkregen über einer Region niedergehen kann.

Hochwasser der Peene

Hochwasser und Überflutungen stellen für die moderne Gesellschaft, mit ihrer dichten Besiedlung an den Flüssen eine zunehmende Bedrohung dar. Bei Hochwasser treten Flüsse und Seen über die Ufer und zerstören dabei nicht selten Bauwerke, öffentliche Wege und Straßen sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen. Besonders starke und gefährliche Hochwasser treten in Deutschland an der Elbe und dem Main auf. Ebenso können der im äußersten Westen gelegenen ↑Rhein und die im äußersten Osten gelegenen Oder gefährliche Hochwasser führen. Die Peene in Mecklenburg-Vorpommern heute bereits fast jährlich über die Ufer, so dass ihr Einzuggebiet bereits heute überwiegend nur noch aus wilden Feuchtwiesen und einigen Weideflächen besteht.

Hochwasser Sturzflut

Kommt es zu einem Hochwasser mit Überflutungen entstehen nicht nur erhebliche wirtschaftliche Schäden in den betroffenen Regionen sondern auch unendlich viel Leid bei den Menschen denen eine solche Flut widerfährt. Ebenso entstehen Schäden in der Pflanzenwelt und der Tierwelt, die sich jedoch schnell von einer solchen Katastrophe erholen.

Mit der langsamen globalen Erwärmung (Klimawandel) treten in Mitteleuropa und in Nordwesteuropa zunehmend intensive Niederschläge auf. Diese werden verursacht durch die steigenden Temperaturdifferenzen zwischen Südeuropa und Nordeuropa sowie Asien. Gleichzeitig steigen die ↑Meeresspiegel Millimeter um Millimeter an. In den vergangenen 20.000 Jahren ↑stieg der Wasserspiegel der Nordsee und der Ostsee um einige Meter. Bei den neuzeitlichen Niederschlägen können binnen weniger Tage 200 und mehr Liter Wasser pro Quadratmeter fallen, welches über die Bäche, den Nebenflüssen und den Flüssen zu den Meeren abgeführt werden muss.

Durch die Bebauung der Landschaften mit Straßen, Autobahnen und Gebäuden sowie die Schaffung von Kanalisationen kann das Regenwasser nicht mehr über den Erdboden entweichen sondern wird direkt in die Flüsse abgeführt, was zu einem schnellen Anstieg der Wasserspiegel selbiger führt. Bei besonders intensiven Niederschlägen können die Flüsse die plötzlich anfallenden Wassermassen nicht schnell genug abführen und treten dabei über die Ufer.

Diese, besonders extremen ↑Niederschläge werden überwiegend durch besonders starke Temperaturdifferenzen zwischen ↑Nordwesteuropa und ↑Nordosteuropa sowie zwischen ↑Nordeuropa und ↑Südeuropa ausgelöst. Diese Temperaturunterschiede sind jedoch nicht ungewöhnlich und werden von den Meteorologen als so genannte Wettersingularitäten bezeichnet. Zu den bekanntesten Wettersingularitäten gehören das Weihnachtstauwetter, die Eisheiligen, die Schafskälte und auch der namentliche Altweibersommer. Während es beim Altweibersommer äußerst selten zu Hochwasser und Überflutungen kommt, bieten die anderen drei Wettersingularitäten sehr viel Potential für Hochwasser-Katastrophen. Mit jeder eintretenden Wettersingularität kühlen die nördlich gelegenen Luftmassen ab und treffen dabei auf die wärmeren Luftmassen im Süden.

Vereiste Überflutungswiese mit Schlittschuhläufern

Wetterbedingungen für die Entstehung von Hochwasserszenarien

Die meteorologischen Szenarien für die Entstehung von Hochwasser in Mitteleuropa entwickeln sich durch die sehr unterschiedlichen klimatischen Bedingungen zwischen Nordwesteuropa und Nordosteuropa. Während in Nordwesteuropa, vor der Insel Island und der Insel Grönland, über den ↑Nordatlantikstrom anhaltend milde und sehr feuchte Luftmassen vom südlich gelegenen Äquator bis nach Norden zum Nordpol gelangen, verhindert das Kontinentalklima im russischen ↑Nordosteuropa und großen Teilen von ↑Asien die Bildung feuchter Luftmassen. Damit stehen über Nordeuropa, zwischen Nordwesteuropa und Nordosteuropa, in einer Entfernung von ca. 3796 Kilometern zwei unterschiedliche ↑Klimate, die sowohl unterschiedlichen Ursprungs, als auch unterschiedlichen Ausprägung sind.

Hochwasser Wetterkarte

Jahrhunderthochwasser in Deutschland

Mit jedem neuem Hochwasser, was die moderne Welt aller Jahre heimsucht wird jedes Mal von einem Jahrhunderthochwasser gesprochen. Dabei sind Hochwasser in den Regionen nördlich der Mittelgebirge und den Alpen bis zur Nordsee und der Ostsee nichts Ungewöhnliches. Es ist sogar außerordentlich wahrscheinlich, dass in Zukunft jährlich mit Hochwassern gerechnet werden muss. Sie bietet der Killikus-Bauernkalender einen Zeitraum von fast acht Monaten in denen Hochwasser entstehen können.

Erste Hochwasser können in den Niederlagen von Norddeutschland bereits nach dem Weihnachtstauwetter zwischen Januar und März entstehen. In den Wintermonaten kann es im Norden zu Hochwasser kommen, wenn der Winter überwiegend mild und verregnet ist. Mit den Eisheiligen im Monat Mai kann es zu Hochwasser im Süden kommen, wenn die Temperaturdifferenz zwischen den Luftmassen vom Nordatlantik und den Luftmassen aus Südwesteuropa etwa 20°C betragen. (s. Grafik) In den Sommermonaten können Hochwasser durch ausgiebige Gewitter entstehen, die überwiegend in den Mittelgebirgen, nördlich der Alpen und im westlichen norddeutschen Tiefland niedergehen.

Hochwasser sind demnach nichts Ungewöhnliches in unseren Breiten. Die bisher größte bekannte Hochwasserflut verwüstete im Jahr 1342 Ortschaften am Main. Das Hochwasser wurde „↑Magdalenen-Hochwasser“ genannt, da die Katastrophe zum ↑Sankt-Magdalenen-Tag um den 21. Juli auftrat. Würzburg, Frankfurt und Köln verzeichneten seinerzeit Rekordmarken, die seitdem nicht wieder eintraten. In Würzburg riss das Wasser alle Brücken fort, und die Kölner konnten mit Booten über die Stadtmauer fahren. In Passau erreichte die so genannte ↑Jahrtausendflut dieses Sommers 1342 einen ↑Pegelstand von 10,80 Metern – etwa so hoch waren auch die Überschwemmungen von 1787, 1862 und 1899. Noch verheerender die ↑Flut von 1954: Da erreichte der Wasserpegel in ↑Passau einen Stand von 12,20 Metern. Noch höher stand das Wasser in Passaus Straßen in den Jahren 1595 und 1501. Die Flut von 1501 kam, wie das Hochwasser von 2002 und 2006 im August und wütete ebenfalls im Erzgebirge und in der Elb-Region. (↑Verblasste Erinnerung von Heinz Horeis)

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Vor unserer Zeitrechnung stand der Norden Deutschlands zum überwiegenden Teil unter Wasser. Erst nach der ↑Völkerwanderung etwa um 125 bis 450 n. Christus wurden von den Siedlern Kanäle geschaffen, so dass ein Teil des stehenden Wassers über die Urstromtäler der Oder in die Ostsee und der Elbe oder den Rhein in die Nordsee abfließen konnte. Die vielen Kanäle zwischen den Seen der Mecklenburgischen Seenplatte sind noch heute Zeitzeugen der slawischen oder römisch-germanischen Kanalbaukunst. Mit Hilfe von Schleusen und Wehren wurden von den Erbauern hunderte Kilometer Kanäle zur Entwässerung geschaffen, die seit nun mehr als 1.500 Jahren die Städte und Dörfer vor den Fluten der Hochwasser beschützen.

Nach dem im Jahr 2002 das erste Elbehochwasser des neuen Jahrhunderts bereits riesige Schäden in Tschechien und Deutschland verursacht hat, folgte im Jahr 2006 ein weiteres Elbehochwasser und im Jahr 2013 das Nächste. Obwohl der Politik und der Wissenschaft bekannt ist, kann man von einem vorsorgenden Hochwasser-Katastrophen-Schutz in den bedrohten Gebieten nur bedingt sprechen. Vielmehr verbreiten einige ↑deutsche Klimatologen immer wieder ihre Annahme, dass in der Zukunft in Deutschland Dürre und Trockenheit herrschen wird.

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Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 08.07.13
Quellenangabe:
Bildangaben: Johannes Ludewig
Erstellt: 27.06.2013
Version: 25.09.2013
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