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Winterling (Eranthis hyemalis)

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Winterling (Eranthis hyemalis)

Winterling (Eranthis hyemalis)

Frühlingsboten im Winter

Winterling - lat. Eranthis hyemalis

Der Winterling (lat. Eranthis hyemalis) ist eine kleine, sehr niedrig wachsende, leuchtend gelb blühende Pflanze der ↑Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae), die bereits im Februar, also im Winter, häufig noch vor dem Schneeglöckchen (Galanthaus) in Parkanlagen mit weit auslaufenden lichten Wiesen, Gartenanlagen und Gärten blüht. Vereinzelt sind Winterlinge auch an Rändern oder Wegen in Wäldern anzutreffen. Dies ist möglich, wenn sich in der Gegend alte Siedlungsgebiete, Gärten oder Abraumflächen befunden haben. Sehr späte und in großer Anzahl vorkommende Winterlinge kann man mit dem Gelben Windröschen (Anemone ranunculoides) verwechseln. Jedoch blüht das Gelbe Windröschen, ebenfalls ein Hahnenfußgewächs und sein verwandtes Buschwindröschen (Anemone nemorosa), erst gegen Ende März und Anfang April.

Der Winterling (Eranthis hyemalis) ist eine krautig wachsende, etwa 10cm hohe Knollenpflanze mit glänzend gelben, etwa 2,5 cm großen Blüten, welche am Ende eines dicken Stängels stehen.

Winterlinge Eranthis hyemalis

Der Winterling hat seine ursprüngliche natürliche Umgebung in Südeuropa. Das Verbreitungsgebiet der lustig gelben Winterlinge erstreckt sich von Südostfrankreich über Italien und Ungarn bis nach Bulgarien und der Türkei, von wo aus die Pflanze vermutlich im 16. Jahrhundert nach Deutschland gelangte. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde der Winterling (Eranthis hyemalis) erstmals in Kräuterbüchern erwähnt. Besondere Beachtung fand der Winterling (Eranthis hyemalis) jedoch im 18. Jahrhundert, wo die Pflanze vermehrt und in größeren Mengen in Parkanlagen als leuchtender Frühjahrsblüher ausgepflanzt wurde.

Durch seine sehr frühe Blüte kommt dem Winterling für die Insekten, insbesondere den Bienen, als Bienen- und Hummelweide eine besondere Bedeutung zu. Da bereits ab 10°C bis 12°C Bienen und Hummeln fliegen, bietet der Winterling den Insekten bereits ab Februar reichlich Nektar. Dennoch ist der Winterling (Eranthis hyemalis) eine sehr giftige Pflanze, deren Knollen giftige Glykoside enthalten, welche sich vergiftend auf das Herz auswirken. Zu den Vergiftungserscheinungen, die durch Winterlinge ausgelöst werden können, zählen laut Wikipedia ↑„Winterling“ (Artikel 5) Atemnot, Erbrechen, Übelkeit und unregelmäßiger und verlangsamter Puls.

Winterling Anpflanzung

Wer den Winterling in seinem Garten pflanzen möchte, sollte einen schattigen Standort in der Nähe von schützenden Mauern, unter Gehölzen oder an schützenden Steinen auswählen. Winterlinge werden über ihre Knollen vermehrt. Erst einmal im Garten stehend vermehren sich Winterlinge auch über den eigenen Samen, der durch Ameisen an andere Stellen fort getragen wird. Beim Pflanzen von Winterlingen werden diese einen Tag vor dem Pflanzen über Nacht in Wasser gelegt und Tags darauf etwa drei Knollen tief in die Erde gepflanzt. Schwere lehmige oder zu sandige Böden sind für den Winterling weniger geeignet.

Winterling Garten

In Norddeutschland wird der Winterling gern in Vorgärten zusammen mit Schneeglöckchen (Galanthaus), Christrose (Helleborus niger) und ↑Heidekrautgewächsen gepflegt. Dazu werden die Winterlinge in Gruppen zwischen verschiedenfarbige büschelartig gruppierte ↑Besenheide (Calluna vulgaris) gepflanzt.

Hilfreicher Link zu „Winterling“:

↑Winterling (Eranthis hyemalis) im ↑Biogärtner

Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 16.03.09
Quellenangabe: Gustv Cejka, Vlastimil Vanek, Seingärten - Anlage und Pflege, Deutscher Landwirtschaftsverlag Berlin, 1986, Wikipedia, Winterling, bio-gaertner.de
Bildangaben: Johannes Ludewig / Februar 2008, Rostock
Erstellt: 23.02.2008
Version: 25.09.2013
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