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Zugvögel

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Zugvögel - Reise der Vögel

Was sind Zugvögel? Über den Vogelzug im Frühjahr und im Herbst.

Zugvögel in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen (Norddeutschen Tiefebene) im Frühling, zwischen dem 6. April und dem 15. Mai und im Herbst zwischen dem 6. September und dem 25. Oktober zu beobachten.

Als Zugvogel wird eine Vogelart dann bezeichnet, wenn sie verschiedene Jahreszeiten an unterschiedlichen Orten verbringt. Zugvögel verlassen immer ungefähr zur selben Zeit und unabhängig von klimatischen Bedingungen ihre Brutgebiete, fliegen auf etwa gleichbleibenden Routen zu ihrem Winterquartier und kehren im darauf folgenden Frühjahr zurück.

Kraniche und Gänse vor dem Vogelzug

Als Vogelzug bezeichnet man den alljährlichen Flug der Zugvögel von ihren Brutgebieten zu ihren Winterquartieren und wieder zurück. Jährlich sind weltweit schätzungsweise 50 Milliarden Zugvögel unterwegs, davon etwa fünf Milliarden zwischen Europa und Afrika.

Je nach Länge der zurückgelegten Strecke unterscheidet man: ↑Kurzstreckenzieher, ↑Mittelstreckenzieher und ↑Langstreckenzieher.

Viele Zugvögel pendeln zwischen ihren Brutgebieten in Mitteleuropa und dem wärmeren Südeuropa oder Nordafrika, wo sie sich im Winter aufhalten (Kurzstreckenzieher). Andere wechseln zwischen Europa und Zentralafrika (Mittelstreckenzieher) oder Südafrika (Langstreckenzieher).

Einige Vogelarten ziehen aus Skandinavien oder Sibirien nach Mitteleuropa (vielfach Mittelstreckenzieher).

Es gibt aber auch Teilzieher, wie den ↑Kiebitz. Das bedeutet, ein Teil der Vögel fliegt in den Süden, der andere Teil überwintert bei milder Witterung hier. Die Kiebitze Norddeutschlands verbringen die Winterzeit überwiegend in Italien und Spanien und kommen schon meist Mitte März wieder zurück in ihre Brutgebiete.

Hier einige Beispiele der bekanntesten Zugvögel:

Langstreckenzieher:

↑Kuckuck (Cuculus canorus), ↑Nachtigall (Luscinia megarhynchos), ↑Rauchschwalbe (Hirundo rustica), Weißstorch, Mauersegler, Fitis und Zilzalp

Kurz- und Mittelstreckenzieher:

Kranich, Buchfink, Rotkehlchen, Star, Kiebitz, Storch, Graugans, Blessgans, Singdrossel, Hausrotschwanz

Der Vogelzug ist wohl eine der faszinierendsten Wanderungsbewegung von Tieren überhaupt und weckt schon seit Jahrhunderten die Neugier der Menschen. Das liegt unter anderem an den enormen Leistungen, die die Zugvögel vollbringen. Was am Beispiel von Schwänen deutlich wird, die über Europa in einer Flughöhe von 8000-8500 Metern gesichtet wurden. Selbst das Himalaya-Gebirge stellt für einige Zugvogelarten kein Hindernis dar. Dort erreichen die Vögel eine Flughöhe von bis zu 10.000 Metern.

Ein Großteil der Faszination Vogelzug macht aus, dass viele Vögel nicht einfach nur ungefähr ihren Weg finden. Nein, sie landen sogar jedes Jahr an ihrem persönlichen Schlafplatz! Es wurden Störche beobachtet, die in Deutschland jedes Jahr auf dem Dach des gleichen Bauernhofes nisteten und im tausende Kilometer entfernten Afrika Jahr jährlich denselben Schlafbaum nutzten.

Schwarzstorch im Nest

Wie die Vögel so präzise erkennen, wo genau sie sich befinden und woher sie mit schlafwandlerischer Sicherheit wissen, wo das Ziel ist, ist immer noch eines der vielen Rätsel. Das komplexe Orientierungssystem der Vögel ist also wissenschaftlich noch lange nicht vollständig erforscht.

Navigation der Zugvögel

In erster Linie dienen den Zugvögeln folgende Navigationshilfen zur Orientierung:

Zugvogel Orientierung nach Magnetfeld

Viele Vögel benutzen eine Art inneren Kompass, der genetisch angelegt ist und vermutlich aufgrund von Magnetfeld-Rezeptoren funktioniert. Mithilfe dieser Rezeptoren können die Vögel den Neigungswinkel des Erdmagnetfeldes wahrnehmen und wissen so, wo die Pole liegen. Bei einigen Vögel liegen diese Rezeptoren im Auge, wie beispielsweise beim Rotkehlchen. Bei anderen Vögeln, wie den Tauben, befindet sich der Magnetsensor am oberen Schnabelteil.

Zugvogel Orientierung nach Sternenhimmel

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Goslar Altstadt

Andere Vögel orientieren sich am nächtlichen Sternenhimmel. Dabei fand man heraus, dass dieser Sternenkompass erlernt werden muss. Jungvögel, die niemals die Sterne zu sehen bekamen, konnten sich später auf dem Zug auch nicht wie ihre Artgenossen an ihnen orientieren. Bei der Navigation nach den Sternen achten die Vögel allerdings weniger auf die Konstellation der Sterne, sondern mehr auf die Gesamtrotation des Sternenhimmels.

Zugvogel Orientierung nach Sonnenstand

Tagziehende Vögel nutzen den Sonnenkompass und orientieren sich dabei am Sonnenauf- bzw. untergang. Dabei hilft ihnen ihre Fähigkeit, UV-Licht wahrzunehmen. So können sie sich auch bei diesigem Wetter verlässlich orientieren. Einige Vogelarten nehmen sogar die Polarisationsmuster des Himmels wahr. Dieses Phänomen ist allerdings nicht vollständig erforscht.

Gerade große und schwere Vögel bevorzugen den Flug am Tag. Sie fliegen meist in V-Formation, um Energie zu sparen. Dabei lassen sie sich von den aufgeheizten Luftmassen nach oben tragen und segeln anschließend in die gewünschte Zugrichtung.

Zugvogel Orientierung nach Landmarken

Dazu zählen beispielsweise Autobahnen oder auch die Beleuchtung von Großstädten, an denen sich manche Vögel orientieren.

Warum nehmen viele Vögel die Strapazen dieser langen Wanderungen eigentlich auf sich?

Dafür gibt es ökologische und genetische Ursachen. Der Hauptgrund liegt in den jahreszeitlichen Schwankungen unserer Breiten. Diese sorgen in vielen Gebieten für einen ständigen Wechsel der Lebensbedingungen, auf den die Vögel reagieren müssen. Dabei ist es weniger die Kälte, die die Vögel zum Aufbruch zwingt, sondern vielmehr das geringe Nahrungsangebot. Die Vögel versuchen den schlechten Nahrungsbedingungen im Winter durch die Wanderung in günstigere Gebiete zu entgehen. Klima und Wetter haben also einen direkten Einfluss auf das Wanderverhalten der Vögel.

Küstenseeschwalben im Nest

Der Drang zu ziehen ist in den Genen der Vögel gespeichert. Die Vögel werden unruhig, wenn es an der Zeit ist, sich auf den Weg zu machen. Dann ist die sogenannte „ Zugunruhe“ ausgebrochen. Solche genetischen Programme helfen den Vögeln, nicht vom Wintereinbruch überrascht zu werden und rechtzeitig aufzubrechen, um im Überwinterungsgebiet ideale Brutbedingen vorzufinden.

Damit die Zugvögel überhaupt ihre lange Wanderungen überstehen, müssen sie bestimmte Voraussetzungen mitbringen. So weist bereits der Körperbau der Zugvögel die nötige Anpassung auf. Sie besitzen lange, spitze Flügel, die weniger Luftwiderstand bieten als runde. Ein wichtiger Faktor, wenn es um das Sparen von Energie geht. Die Brustmuskulatur, der eigentliche Motor beim Fliegen, ist bei Zugvögeln wesentlich stärker ausgeprägt als bei Standvögeln. Er beträgt bei einigen Vogelarten bis zu 35% des gesamten Körpergewichts. Und auch der Energiestoffwechsel und die Sauerstoffversorgung ist im Vergleich zu Vögeln, die nicht ziehen, wesentlich höher.

Kraniche fliegen gegen den Wind

Doch dieser erhöhte Energiebedarf will auch gedeckt sein. Wenn die biologische Uhr tickt, dann beginnen die Zugvögel übermäßig viel zu fressen. Vor allem Früchte, die viel Zucker enthalten, der in Fett in Form von Energie umgewandelt wird. Diese Fettspeicherung ist das entscheidende Hauptmerkmal, dass der Zug kurz bevor steht. Dann verändert sich auch das soziale Verhalten der Zugvögel. Sie werden geselliger und sammeln sich in Schwärmen, bevor sie gemeinsam zur Reise antreten.

Es gibt allerdings einen Faktor, der das gesamte System des Vogelzuges ins Schwanken bringt und das ist der Klimawandel. Forscher haben festgestellt, dass sich das Zugverhalten vieler Vögel aufgrund der globalen Erwärmung in den letzten Jahren massiv verändert hat. Vögel, die früher Langstreckenzieher waren überwintern heute in Mitteleuropa. Einige Starenpopulationen haben sogar ihre Zugrichtung komplett geändert und ziehen in die nördlichen Großstädte, wo sie auch im Winter ausreichend Nahrung finden.

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Viele Arten haben ihren Heimzug in den letzten zehn Jahren im Schnitt um zwei bis elf Tage vorverlegt. Andere ziehen später in den Süden. Das hat unter anderem nachteilige Auswirkungen auf die Konkurrenzverhältnisse zwischen den Arten. Insbesondere wenn sich die Standvögel und die nicht wandernden Zugvögel die Brutplätze und das Nahrungsangebot teilen müssen. Anpassungsfähigere Arten profitieren vom Klimawandel doch auf Kosten hoch spezialisierter und weniger robuster Arten. So sind insgesamt deutlich mehr Verluste an Arten und Individuen zu erwarten, als eine Zunahme. Besonders deutlich wird das am Beispiel des Trauerschnäppers.

Er überwintert im zentralen Afrika und zieht im April und Mai nach Nord- und Mitteleuropa, um dort zu brüten. Die Rückkehr der Tiere fällt in der Regel mit dem Höhepunkt der Insektendichte zusammen. Durch den verfrühten Frühlingsbeginn kommen viele Trauerschnäpper zu spät in Europa an und verpassen den Zeitpunkt der höchsten Insektendichte. Durch das geringe Nahrungsangebot haben sie große Probleme bei der Jungenaufzucht. Der Trauerschnäpper bleibt seiner biologischen Uhr allerdings treu und hat sein Ankunftstermin im Brutgebiet bisher nur um einige Tage vorverlegt. Dies könnte ihm zum Verhängnis werden - einige Populationen in Europa sind bereits um 90 Prozent zurückgegangen.

Inwieweit all das das beeindruckende Phänomen des Vogelzuges beeinflussen wird, steht in den Sternen. Nach denen die Zugvögel sich hoffentlich noch lange richten werden.

Autor:
Last Edit: 12.08.16
Quellenangabe:
Bildangaben: keine
Erstellt: 10.08.2016
Version: 25.09.2013
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