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Malchin 1900 bis heute

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Stadt Malchin von 1900 bis heute

Malchin

Im Januar 1903 übernimmt die Stadt das Wasserwerk mit Wasserturm. Im Anschluss wird die Kanalisation gebaut. Am 01.Dezember 1907 nimmt die 24,7 km lange Eisenbahnverbindung von Malchin über Neukalen nach Dargun ihren Betrieb auf. Der Verkehrsverein erreicht im Jahr 1910 die Einrichtung einer Haltestelle der Bahn bei Pisede. Im Jahr 1914 wird die Landstraße nach Faulenrost über Gielow dem Verkehr übergeben. 1919 wird der Freistaat Mecklenburg-Schwerin gegründet. Auf Grund der schlechten Lebensmittelversorgung findet am 19.Juni in Malchin ein Generalstreik statt. Ein Jahr später vereinigen sich Zuckerfabriken Teterow und Malchin zu den „Vereinigten Zuckerfabriken“ mit Sitz in Malchin.

1922 erhält Malchin erstmalig „elektrischen Strom“. Die Stadt gibt Notgeld heraus. Die Freiwillige Feuerwehr wird 1924 gegründet. Zwei Jahre später, am 16.Oktober 1925, brennt das Rathaus nieder. Zwar können Grundbücher und Urkunden über die Verpachtung städtischer Ländereien gerettet werden, aber das Archiv im Dachgeschoss mit Akten und Urkunden aus früheren Jahrhunderten wird vollkommen vernichtet. Malchin hat 6772 Einwohner. Das neue Rathaus wird 1927 eingeweiht. Nach Zeichnungen vom Malchiner Stadtrat Erich Tietböhl fertigt der Architekt Paul Korff aus Laage die Ausbau- und Detailpläne an. 72 Gewerbewappen schmücken die große Wand des Rathaussaales.

Der Zweite Weltkrieg brachte auch für Malchin und seine Bürger unsägliches Leid. Kurz vor Kriegsende sind bei einem Zugunglück eines Lazarettzuges in Malchin 22 Todesopfer zu beklagen. Am 30.April und 01.Mai 1945 werden durch gezielte Inbrandsetzung von seiten der Roten Armee zwei Drittel der Innenstadt vernichtet. Insgesamt werden 478 Wohnhäuser mit 766 Wohnungen zerstört und weitere 209 Wohnungen beschädigt. Zwei Jahre nach Kriegsende werden im Malchiner Stadtzentrum Schaufelbagger und eine Kleinlokomotive zur Enttrümmerung eingesetzt. 1954 wird das Feuerwehrdepot in der 1951 umgebauten Poststraße errichtet. Und ein Jahr später wird das Heimatmuseum im Rathaus wiedereröffnet. Im Herbst 1966 wird es jedoch wieder geschlossen, da die Räume dem Wehrkreiskommando zur Verfügung gestellt werden müssen. Im Jahr 1966 wird die Chaussee von Pisede über Jettchenshof, Gorschendorf nach Salem gebaut. Ein Jahr später, im Mai 1967, erfolgt die Freigabe der 2,6 km langen Teilstrecke der Fernverkehrsstraße 104 vom nördlichen Stadtausgang über die Zachowweide. In den Jahren 1968 bis 1970 entsteht das Neubaugebiet Weststadt. Das Neubaugebiet „Am Zachow“ wird in den Jahren 1983 bis 1985 gebaut.

Das Hochwasser der Peene im Jahr 1970 überschwemmt über 18.000 Hektar zwischen Malchin und Demmin. Im selben Jahr wird auch das neue Wahrzeichen Malchins in Betrieb genommen. Es ist das Mischfutterwerk mit den 49 Meter hohen Silos und dem 67 Meter hohen Maschinenhaus. Die Lagerkapazität beträgt 120.000 Tonnen. Sehr zur Freude der Malchiner und der Touristen wird 1988 das Freibad eröffnet. Dies kann aber nicht über die Unzufriedenheit der Malchiner Bürger mit dem politischen System ihres Staates hinwegtäuschen. Im Oktober 1989 findet in der St. Johanniskirche das erste Friedensgebet statt. 1500 Malchiner nehmen daran teil.

Im Jahr der Deutschen Wiedervereinigung,1990, zählt Malchin 10375 Einwohner.

1993 wird der Malchiner Busbahnhof neu gestaltet. Am 12.Juni 1994 verliert Malchin den Status einer Kreisstadt, den sie seit 1926 innehatte. Mit der Sanierung des Steintores im Jahr 1996 ist erstmals seit Jahrhunderten eine öffentliche Nutzung des Tores möglich. Es wird für Trauungen und für Vereins- und Familienfeiern genutzt. Auf Grund der geringen Streckenauslastung wird der Eisenbahnverkehr auf den Nebenstrecken Malchin-Dargun und Malchin-Waren/Müritz am 01.Juni 1996 eingestellt. Im Dezember desselben Jahres stellt auch das ehemalige Reichsbahnausbesserungswerk nach 132 Jahren seinen Betrieb ein. Auf einem Teilstück der Bahnlinie nach Dargun wird den Besuchern der Region die Fahrt mit einer Draisine angeboten. Am 12.Mai 1997 wird der Naturpark „Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See“ gegründet. Er umfasst eine Fläche von etwa 670 km². Sitz der Naturparkstation ist Remplin; demnächst der Ort Basedow. Im Jahr 1998 wird der kleine Markt zwischen dem Giebel der Sparkasse und der Ratsapotheke feierlich zum „Siegfried-Marcus-Platz“ geweiht. Gleichzeitig wird eine Gedenktafel enthüllt, die an die Verdienste des in Malchin geborenen Erfinders erinnert. Gäste der Feierlichkeiten sind Vertreter der Marcus-Berufsschule Wien und der österreichische Automobilhistoriker Alfred Buberl.

1999 steht die Malchiner St. Johanniskirche im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Der Kirchturm wird vom Juli bis zum Januar 2000 für 700.000 DM saniert. Er erhält unter anderem ein neues Kupferdach. Nach vielen Jahren macht erstmals wieder im Jahr 2000 ein Fahrgastschiff in Malchin fest. Einen Monat später wird der Wasserwanderrastplatz Koesters Eck feierlich eingeweiht, nachdem die Planungen schon seit August 1993 laufen und Fördermittel des Landes Mecklenburg/Vorpommern bereitgestellt werden.

Nachdem sich 1999 in Malchin ein Museumsverein gründete, konnten zum „Tag des offenen Denkmals“ im Jahr 2000 die ersten Ausstellungsräume im Museum in der Stadtmühle den Besuchern präsentiert werden.

Ab dem Januar 2001 achten vier Männer in blauen Uniformen mit der Aufschrift „Stadtwacht“ im Stadtgebiet auf Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit. Ansprechpartner sind die Stadtwächter nicht nur für Malchiner, sondern auch für Urlauber und Besucher der Stadt. Im April erfolgt die Einweihung des Kunstwerkes zu Ehren von Siegfried Marcus auf dem Marcusplatz. Die 3,5 Meter hohe und eine Tonne schwere Skulptur schuf Günter Kaden aus Wendischhagen. Alle zehn Minuten sprudelt Trinkwasser aus zwei seitlichen Öffnungen des Denkmals, das sich bewegende Zylinder darstellt. 56 Jahre nach Kriegsende erfolgt die erste Grundsteinlegung für ein Gebäude des so genannten Innenstadtquartiers gegenüber dem Rathaus. Heute begegnet uns der Markt als ein geschlossener Platz in der Mitte Malchins.

Das amerikanische Unternehmen CITRICO eröffnet im Oktober 2001 offiziell das Pektinwerk im Malchiner Industriegebiet. Es wurden 1,2 Millionen m³ Erde bewegt, 1800 Tonnen Stahl verbaut, 110 Tonnen Rohrleitungen und 40 Kilometer Kabel verlegt.

Malchin hat am 31.Dezember 2001 8342 Einwohner; Teterow zählt 9993 Einwohner.

Im Januar 2002 wird der 6,2 km lange Radweg von Malchin nach Basedow eingeweiht. 70 Prozent der Kosten von 900.000,- Euro übernahm das Arbeitsamt, die verbleibende Summe teilen sich die Stadt Malchin und die Gemeinde Basedow. Das 1988 gebaute Freibad wird für die Einwohner und Besucher Malchins noch attraktiver gemacht. Neben einer 17 Meter langen Breitbahnrutsche, Blubbern und Fontänen, bieten auch die neugestalteten Stahlschwimmbecken den Besuchern jede Möglichkeit für Spaß und Erholung. Malchin legt viel Wert auf den Erhalt der Reste seiner Stadtmauer. Bis zum September 2002 werden insgesamt 225 Meter der historischen Stadtbefestigung rekonstruiert. Fast 600.000 Euro haben Stadt und Sanierungsträger in die Arbeiten investiert.

Seit dem 01.Januar 2003 gehört die Gemeinde Gorschendorf, neben den Dörfern Salem und Jettchenshof, zum Stadtgebiet von Malchin. Ein Radiostudio des offenen Kanals Neubrandenburg „NB Radiotreff 88,0“ beginnt im Juli mit der Produktion und dem Senden von Beiträgen aus unserer Region. Es befindet sich in den Räumen der Stadtmühle, direkt an der Bundesstrasse 104. Im Rahmen des 4.Malchiner Hafenfestes im August 2003, wird dem Malchiner Wasserwanderrastplatz „Koesters Eck“ durch den Landestourismusverband das Qualitätssiegel „Gelbe Welle“ verliehen. Die „Gelbe Welle“ wird zum 6.Mal verliehen, wobei Malchin der erste Sportboothafen ist, der diese Auszeichnung bekommt.

Ihrem Ruf als alte Ackerbürgerstadt macht die Stadt Malchin seit dem 05.November 2003 jetzt auch mit einem Kunstwerk alle Ehre. An der Stadtmauer an der Bleiche lädt die Plastik „Mensch-Tier“ nicht nur die Besucher der Stadt zum Verweilen ein.

Autor: Torsten Gertz
Last Edit: 06.12.06
Quellenangabe: Fritz Brockmann, „Malchiner Chronik“, 1902; Ulrich Fischer, „Über den Ursprung und die Geschichte Malchins“, 1964/65; M. und N. Böttcher, „MALCHIN Ein historischer Rückblick in Bildern“, 1998; Mecklenburgische Periodika, Festschriften, Meldungen der Lokalpresse
Bildangaben:
Erstellt: 15.11.2006
Version: 25.09.2013
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