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Fischadler (Greifvogel)

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Fischadler (Pandion haliaetus)

Fischadler (Pandion haliaetus)

Fischadler (Pandion haliaetus)

Der Fischadler (Pandion haliaetus) ist ein kleinerer weiß-brauner ↑Adler mit sehr langen Greiffüßen und einem musterartig weiß-braun sehr schön gezeichneten Gefieder, der sich auf den Fang von Fischen spezialisiert hat. Weil ausnahmslos Fisch zur Nahrung des Fischadlers gehört, findet man den Fischadler vorwiegend in Gebieten mit vielen kleineren und größeren fischreichen Gewässern sowie einem reichen Baumbestand. Zur bevorzugten Nahrung der Fischadler gehören Fische wie: Plötze (Rutilus rutilus), Rotfeder (Scardinius erythophthamus), Brachsen (Abramis brama), Flussbarsch (Perca fluviatilis), kleinere Hechte (Esox lucius), Schleie (Tinca tinca), kleinere Karpfen (Cyprinus carpio) oder die Forelle (Salmo trutta). Daneben nimmt der Fischadler auch fast jeden anderen Fisch, den er bekommen kann. Manchmal greift der Fischadler auch etwas zu große Fische, platscht dann in das Wasser und muss von dem Fisch ablassen. Der Fischadler vermag zwar bis zu 2kg schwere Fische zu fangen, nimmt aber meistens mit den kleineren 100 bis 200g schweren Weißfischen vorlieb.

Fischadler im Flug

Im Flug erkennt man einen Fischadler an seinen spitz nach vorne stehenden Vorflügeln (Daumenfittich), den so genannten Daumenfittich zwischen Mittelhandknochen und Speiche benutzen ↑Greifvögel zum Steuern. Die Flügel des Fischadlers sind lang, ziemlich schmal und deutlich abgewinkelt. Auf der Unterseite der leuchtend weißen Flügel des Fischadlers erkennt man einen schwarzen Fleck am Bug sowie diverse nach hinten verlaufende kleinere dunkle schwarze Flecken. Der Schwanz des Fischadlers ist beim Flug fächerartig rund geformt und wird wie bei allen Greifvögeln zur Steuerung in Gleitflug verwendet. Der Flug eines Fischadlers ähnelt sehr den anderen habichtartigen Greifvögeln, obwohl der Fischadler die wenigsten Eigenschaften von ↑Habichtartigen (Accipitridae) haben soll. Im Vergleich mit einem Seeadler (Haliaeetus albicilla) fehlt es dem Fischadler jedoch an der Eleganz im Flug. Der Fischadler segelt oder gleitet deutlich weniger als andere Adlerarten und schlägt sehr viel häufiger mit den Flügeln. Die besonders langen Gliedmaßen (↑Extremitäten) der Beine und Füße sind immer und gut zu erkennen. Im Kampf oder bei der Jagd stellt der Fischadler seine scharfen und langen schwarzen Krallen sehr frühzeitig aus.

Da der Fischadler nur eine Größe von 50 bis 60cm hat, kann man den Fischadler mit anderen Habichtartigen (Accipitridae) Greifvögeln, wenn man diesen am Himmel sieht, leicht verwechseln. So sind der ↑Rauhfußbussard (Buteo lagopus), der Wespenbussard (Pernis apivorus) und der Habicht (Accipiter gentillis) ähnlich groß und haben ein ähnliches Flugverhalten. Während Seeadler wie rießige „Bretter“ oder „Teppiche“ am Himmel erscheinen, wirkt der Fischadler, im Vergleich zum Seeadler (Haliaeetus albicilla), im Flug recht zierlich und ungelenk. Das Auge von einem Fischadler (Pandion haliaetus) ist gelb, hat eine schwarze Pupille und wird von einem schwarz-braunen Augenstreifen, der sich bis zum Nacken des Seeadlers erstreckt, umrandet. Der Hals und die Bauchseite des Fischadlers sind weiß. Einzig die Brust des Fischadlers hat einige braune Flecken aufzuweisen. Die sichtbare Deckseite der Flügel sind beim Fischadler flächig braun gefärbt und zeigen, sofern der Greifvogel sitzt, keine weitere Zeichnung.

Fischadler

Weil die Flüsse und die Seen im Winter bekanntlich zugefroren sind, verliert der Fischadler im späten Herbst in Europa seine Nahrungsquelle und macht sich als Zugvogel bereits im September auf die Reise nach Afrika. Fischadler halten sich im Winter nördlich der Savannengebiete in Afrika auf. Ab Mitte März bis Anfang April sind die Fischadler dann wieder über den ganzen Sommer in Norddeutschland und Europa anzutreffen.

Fischadler in Mecklenburg-Vopommern

Das Hauptverbreitungsgebiet der Fischadler in Deutschland erstreckt sich in der Mecklenburger Seenplatte von der Feldberger Seenlandschaft über den Müritz Nationalpark bis an die nördlichen grenzen des Kummerower See, in der Mecklenburgischen Schweiz. In der Mecklenburgischen Schweiz kann man den Fischadler am Malchiner See, dem Malchiner Kanal und an den Neukalener Wiesen beobachten. Wobei angemerkt sein soll, dass die Mecklenburgische Schweiz von einigen Seeadlern bewohnt wird, die den Fischadler nicht unbedingt in ihrem Revier dulden und am Malchiner See das Jagdrevier nachhaltig verteidigen. Zwischen dem Malchiner See in der Mecklenburgischen Schweiz und dem „Flacher See“ nördlich vom Müritz-Nationalpark, genauer gesagt, zwischen Klocksin und Blücherhof befinden sich einige Überlandleitungen auf denen jeweils in südlicher Richtung als in nördlicher Richtung Fischadler brüten. An diesen beiden Stellen kann man die Fischadler ungestört beobachten, weil so hoffe ich, es keiner wagen wird und auf die Strommasten klettert um die Nester zu plündern. Der Fischadler brütet in Mecklenburg-Vorpommern seit den 90-iger Jahren erfolgreich auf den stählernen Strommasten der Überlandleitungen. Normalerweise nutzen die Fischadler als Brutplatz alte hochstehende Kiefern oder Buchen. Diese sind jedoch durch die intensive Forstwirtschaft seit den 90-iger Jahren immer seltener geworden, was den Fischadler veranlasst hat, neue Brutplätze zu besetzen. Man kann sagen, dass die Fischadler in der mecklenburgischen Seenplatte deutlich zugenommen haben, so dass von einer direkten Bedrohung des Bestandes nicht mehr ausgegangen werden kann. Im Müritz-Nationalpark gehören die Fischadler zu den besonderen touristischen Sehenswürdigkeiten und ich bin geneigt zu behaupten, dass es heute eher möglich ist einen See- oder Fischadler zu fotografieren als jeden anderen Greifvogel.

Fischadler Überlandstommast

In Deutschland leben etwa 360 Fischadler Brutpaare. Davon leben in Mecklenburg-Vorpommern ca. 130 Fischadler Brutpaare wovon allein im Müritz-Nationalpark etwa 50% der Fischadler Brutpaare ansässig sind. Fischadler sind Zugvögel. Sie haben zumeist drei weiß rötlich gefleckte Eier, welche allein von dem Fischadler-Weibchen innerhalb von 35 Tagen ausgebrütet werden. Während das Fischadler-Weibchen mit der Brut und der Verteidigung des Horstes gegenüber den Krähen- und Rabenvögel beschäftigt ist, ist der Fischadler Mann auf Jagd nach Futter. Nach 37 bis 42 Tagen schlüpfen die Fischadler Küken und erlernen in ca. 56 Tagen, von beiden Fischadlern betreut, das Fliegen und Jagen. Bereits im September trennen sich die Fischadler voneinander und jeder geht seinen eigenen Weg in die ferne Zukunft.

Lesenswerter Weblink:

  • ↑Haltung und Pflege der ↑Greifvögel / von Greifvögeln
  • 55b8beac2ea24bd98037b0865655a2fe

    Autor: Johannes Ludewig
    Last Edit: 24.11.14
    Quellenangabe: Wegweiser durch die Natur; Verlag Das Beste GmbH, S.284; Wikipedia: Seeadler;
    Bildangaben: Johannes Ludewig / April 2007
    Erstellt: 30.04.2007
    Version: 25.09.2013
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