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Nationalpark Jasmund

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Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen

Rügen Stubnitz Kreidefelsen und Erdorchideen im Nationalpark Jasmund

Stubnitz Kreidefelsen

Rügen Stubnitz

Nationalpark Jasmund: Obwohl der Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen mit nur 3.000 Hektar zu den kleineren Nationalparks Deutschlands gehört, hat der Nationalpark Jasmund durch seine außergewöhnliche Pflanzenwelt rund um die Stubnitz bei Stubbenkammer, mit den Kreidefelsen entlang der Kreidekliffküste, dem ehemaligem Kreideabbaugebieten bei Sagard und den 23 noch verbliebenen unterschiedlichen Arten von ↑Erdorchideen einiges mehr zu bieten. Zu den Besonderheiten des Nationalpark Jasmund gehören, das Kreidekliff, verschiedene Zeugnisse frühgeschichtlicher Besiedlung, wie eine 17m hohe ↑Wallanlage aus der Zeit der slawischen Besiedlung (8. bis 12. Jahrhundert) in der Nähe der ↑Herthaburg bei Stubbenkammer, die Stubnitz mit dem mächtigem Rotbuchenwald, der dem „Himmel sei Dank“, noch naturbelassen ist und nicht der Ausholzung durch die moderne Forstwirtschaft zum Opfer fällt.

Am Rande vom Nationalpark Jasmund, genauer bei dem Quoltitzer Kreidebruch haben sich verschiedene Arten von ↑Erdorchideen, wie der ↑Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus) angesiedelt. Ebenso dort, wo Quellgewässer ungestört bergabwärts sickert, gelangt man in Gebiete, die den Nationalpark Jasmund urwaldähnlich erscheinen lassen. Dieser Eindruck entsteht vor allem dort, wo der ↑Riesenschachtelhalm (Equisetum telmateia), eine Pflanze, die in der Perm- und ↑Karbon-Zeit bis 30m hoch wuchs, stellenweise eine Höhe von 2m hat. Den naturinteressierten Besucher werden die uralten ↑Eiben (Taxus baccata), die Stechpalme (Ilex aquifolia) oder das Riedgras ↑Hänge-Segge (Carex pendula) auffallen. Ebenso trifft man auf den Waldschwingel (Festuca altissima) und die Wald-Haargerste (Hordelymus europaeus). Egal ob es die früh blühende Heilwurz (Libanotis montana), ein zart rosa blühendes Kreuzblütengewächs, die Zahnwurz (Cardamine bulbifera) auch als Zwiebel-Zahnwurz [Nach der neuesten Benennung (Wisskirchen, R. & H. Haeupler 1998: Standardliste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Stuttgart 1998) heißt Dentaria bulbifera nun "Cardamine bulbifera". Quelle] bezeichnet, oder die ↑Elsbeere (Sorbus torminalis), ein Laubbaum der vor allem in Südwest- und Süddeutschland, nördlich bis zur Weinbaugrenze vorkommt, sie gestalten mit vielen anderen Pflanzen und Bäumen die Vegetation des Nationalpark Jasmund. Einige ↑heimische Orchideenarten findet man auf der Insel Rügen.

An den trockenen Kreidehängen siedelt ein breites Spektrum seltener und geschützter Pflanzen, die man zwischen Mitte Mai und Ende Juni (am besten um den 10. Juni) in der Blühte sehen kann. Die vorhandenen Erdorchideen-Arten (angeblich noch 23 unterschiedliche Arten) gehören zu den besonders seltenen und geschützten Pflanzen im Nationalpark Jasmund. Man findet diese zwischen Anfang Juni bis Mitte Juli an einigen trockenen Kreidefelsen und den Außenbereichen des Stubnitzwaldes.

Folgende Erdorchideen kann man im Nationalpark Jasmund finden: der ↑Gelbe Frauenschuh (Cypripedium calceolus), ↑Fuchssches Knabenkraut auch Fuchs Fingerknabenkraut (Dactylorhiza fuchsii), ↑Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea), Braunroter Sitter auch ↑Braunrote Stendelwurz(Epipactis atrorubens), der Breitblättrige Sitter auch Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine) sowie einige heimische Arten von ↑Händelwurzen (Gymnadenia). (Informationen über ↑Erd- und Freilandorchideen.)

Nationalpark Jasmund: Der „Nationalpark Jasmund“ auf der Halbinsel Jasmund wurde 1990 eingerichtet. Das Besondere des Nationalparks machen nicht nur die imposanten Kreidekliffe mit seinen berühmten Kreidefelsen aus. Vielmehr wachsen im Stubnitzwald, an den bewachsenen Steilufern, in den Mooren und Tümpeln und insbesondere in den ehemaligen Kreideabbaugebieten, zum Teil recht seltene Pflanzen. Ebenso sind in der Nähe der Herthaburg bei Lohme, unweit des 170m langen, 140m breiten und 11m tiefen Herthasees Hünengräber und Burgwälle der slawischen Kulturen zu besichtigen.

„Schließt man von den ab 1990 in der Presse Wellen schlagenden Berichten über das ökologische Notstandsgebiet der ehemaligen DDR auf einen allgemeinen geringen Stellenwert des Natur- und Landschaftsschutzes, so wird man auf Rügen angenehm überrascht. Es gab 1990 insgesamt sechzehn Naturschutzgebiete und ein Landschaftsschutzgebiet sowie zahlreiche Naturdenkmäler und Kulturlandschaftselemente. Die Schutzgebiete reichen von kleinen, vorwiegend dem Vogelschutz dienenden Inseln oder Halbinseln, Seen und Wieken über Magerrasenflächen und besondere Waldgesellschaften bis hin zu Gebieten mit speziellen morphologischen Strukturen, z.B. Kliffranddünen oder besonderen geologischen Erscheinungen wie die Feuersteinwälder bei Mukran. Weiterhin standen 83 Einzelbäume, 28 Alleen, 8 Parkanlagen sowie 22 Findlinge unter Schutz.“ (Textauszug Ikzm.de - Lernen)

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Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 19.03.09
Quellenangabe:
Bildangaben: Johannes Ludewig Dez. 2006
Erstellt: 27.01.2007
Version: 25.09.2013
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