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Stubnitz Rügen

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Stubnitz auf der Insel Rügen

Kreidefelsen Stubnitz

Stubnitz Buchenwald

Stubnitz Wald & Kreidefelsen

Stubnitz auf Rügen: Auf dem Stubnitz Kreidekliff den Wissower Klinken, steht der Stubnitz-Wald mit säulenartigen Rotbuchen. Der wohl abwechslungsreichste Wanderweg zu den Kreidefelsen der Insel Rügen führt über eine uralte rund geborgene Pflasterstraße quer durch den Stubnitz-Wald, wenige Kilometer hinter oder vor dem Ostseeheilbad Sassnitz. Auf der Halbinsel Jasmund ist der Nationalpark Jasmund mit seinem beeindruckenden Wald von Rotbuchen (Fagus sylvatica), die sich im 12. und 14. Jahrhundert durchsetzten und bis heute den Stubnitz-Wald charakterisieren. Das Waldgebiet der Stubnitz mit seinen, zur Ostsee hin, 100 Meter steil abfallenden Kreidefelsen, nimmt mit etwa 2.500 Hektar die größte Fläche des Nationalpark Jasmund ein.

Stubnitz Buchenwald

Der von diesem Buchenwald bedeckte Höhenrücken, mit Berg und Tal, besitzt ein besonders ausgeprägtes Höhenrelief. Der Untergrund des Stubnitz-Waldes besteht aus einer nur wenige Zentimeter dicken humusreichen Erdschicht, die sich locker auf der eiszeitlichen Kreide abgelagert hat. Wallförmige Hügel, kesselartige Senken und teilweise tief eingeschnittene Bachtäler führen direkt zu den Kreidefelsen von Jasmund. Mitten in diesem Waldgebiet liegt der 161 Meter hohe Piekberg. Der Piekberg ist so eigentlich nicht zu erkennen, weil die gesamte Gegend bereits ziemlich erhoben ist. In diesen weiten „Buchenhallen“ mit säulenartigen, schlanken, hohen Stämmen und dem dichten Astwerk der Baumkronen wächst kaum Unterholz. Der Wald vor den Kreidefelsen wirkt wie ausgesämt und aufgeräumt. Wenn sich im Sommer das Laubdach völlig geschlossen hat, ist es unter den Buchen so dunkel, dass die Pflanzen am Boden des Stubnitzwaldes kaum noch Licht bekommen. Dennoch, im zeitigen Frühjahr, wenn der Buchenwald noch keine Blätter trägt blüht und grünt es im Nationalpark Jasmund. Beginnend mit den blauen Blüten der Leberblümchen (Hepatica nobilis) bedecken bald darauf weiße Buschwindröschen (Anemóne nemorósa) den gesamten Boden des Waldes. An verschiedenen Standorten blühen Schlüsselblumen (Primula veris) und Gelbe Windröschen (Anemóne ranunculoídes). Mit violetten und weißen Blüten entfalten sich im zeitigen Frühjahr die Blütentrauben des Hohlen Lerchensporns (Corydalis cava) zeitgleich mit dem Gelbstern (Gagea) auch Goldstern genannt.

Stubnitz Kesselmoor

Durch das besondere Relief der Hochflächen der Stubnitz-Landschaft entstanden im inneren Teil des Waldes viele kleine abflusslose Senken. In diesen Senken konnten sich Kesselmoore mit meterdicken Torfschichten bilden. Nur selten kann sich in diesen Torfsenken ein Baum halten oder entwickeln. Deshalb brechen in den Senken des Stubnitz-Waldes immer wieder mächtige Buchen einfach entwurzelt aus der Erde. Nach stärkerem Regen steht in den Senken Wasser. An diesen Stellen dominieren Gräser, wie das Scheiden-Wollgras (Eriophorum vaginatum) und auch das Sonnentau (Drosera), die bekannteste heimische Fleischpflanze. An manchen Stellen ist auch die gewöhnliche Moosbeere (Vaccinium oxycoccos) zu finden. Der einzige See des Stubnitzgebietes ist der bis zu 11 Meter tiefe abflusslose Herthasee. Vermutlich entstand dieses abflusslose Gewässer vor etwa 1.500 Jahren bei einem Erdfall in die Tiefe. Das stille, vom Torf tief braun gefärbte saure Gewässer erscheint unbelebt. Dies soll nicht so sein. In dem Herthasee sollen Fische und die äußerst seltenen Edelkrebse (Astacus astacus) vorkommen.

Kreidekliff auf Jasmund

Auf der westlichen Seite des Stubnitz-Waldes erreicht man die bis zu 100 Meter in die Tiefe gehende weiß leuchtende Kreidekliffküste der Halbinsel Jasmund. An dem senkrecht empor ragenden 100 Meter hohen Kreidekliff nagt die Witterung unentbehrlich und zerbröselt Schritt für Schritt den weichen Kreidegrund. Insbesondere bei Tauwetter nach starken Frösten, bei denen es im Vorab stark geregnet hatte, wird die Kreideküste arg in Mitleidenschaft gezogen. Bis zu 200m² große Bruchstücke brechen von den 100 Meter hohen Kreidefelsen ab und stürzen wuchtig in die Tiefe. Am Strand werden die riesigen Kreidebrocken durch das Wasser der Ostsee aufgelöst und langsam hinweggespült.

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...im Nationalpark Jasmund, 200 m von den Wissower Klinken der Kreideküste...
Gasthaus Waldhalle Wissower Klinken
18546 Sassnitz
Telefon 03 83 92 / 22 4 78
Telefax 03 83 92 / 36 0 37

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Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 19.03.09
Quellenangabe: Rügen, Herbert Ewe, Hinstrorff Verlag Rostock 1985, S.83, 84, 85; Niedermeyer/Kliewe/Janke- Die Ostsee zwischen Boltenhagen und Ahlbeck, Vermann Haak Verlag 1987, Rof Reinicke, Nationalpark Jasmund, Insel Rügen; Konrad Reich Verlag Rostock
Bildangaben: Johannes Ludewig Dez. 2006
Erstellt: 29.12.2006
Version: 25.09.2013
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