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Naturschutzgebiet Wüste Glase (NSG)

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NSG Naturschutzgebiet Wüste Glase

NSG Wüste Glase Naturschutzgebiet in der Mecklenburgischen Schweiz

Horst im NSG Wüste Glase

Wanderungen in Naturschutzgebiete der Mecklenburgischen Schweiz

NSG Wüste Glase bei ↑Vollrathsruhe in der Mecklenburgischen Schweiz: Wer sich wirklich einmal eiszeitliche Findlinge in einer völlig unberührten Natur ansehen möchte, sollte bei einer Gelegenheit das 183ha große Naturschutzgebiet „Wüste Glase“ und den Ohgangsee in der Mecklenburgischen Schweiz, an der nördlichsten Grenze zum „↑Müritz Nationalpark“ in der Mecklenburgischen Seenplatte, ansehen. Das Naturschutzgebiet „Wüste Glase“ ist westlich von ↑Klein Luckow, unweit von Burg Schlitz, in der Nähe von dem Ort ↑Schloß Grubenhagen gelegen und befindet sich in der ↑Endmoräne des Pommerschen Stadiums der Weichselvereisung, welche in dieser Region ein besonders ausgeprägtes Relief hinterließ. Zwischen den vielen einzelnen Bergkuppen, die eine Höhe von über 100 Meter NN aufweisen verlaufen tiefe Senken mit eiszeitlich ausgeprägten Mooren.

Auf dem über 100m hohen Burgberg des „Wüste Glase“ befindet sich sogar ein Burgwall, eine ovale Bodenerhebung von ca. 100 Meter Länge und 50 Meter Breite, die aus der Bronze- oder der Slawenzeit stammt. Da rings um den völlig verfallenen Burgwall von Ende Februar bis Mitte März tausende Schneeglöckchen blühen, erscheint es nur logisch, dass bis zum 16. Jahrhundert an dieser Stelle Menschen gelebt haben müssen und die Schneeglöckchen aus religiösen oder medizinischen Gründen angepflanzt haben. Laut ↑Wikipedia: „… in ↑Mitteleuropa beheimatete Art ist das Kleine Schneeglöckchen (↑Galanthus nivalis). Seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts ist es für den deutschen Raum als Gartenpflanze beschrieben worden, in manchen Regionen sogar erst für das 18. Jahrhundert…“

Wüste Glase Galanthus nivalis
Grüne Besenmoos

In den vielen Senken der Endmoräne befinden sich noch heute ein Vielzahl der natürlich wirkenden Findlinge, die von alten Moosen, wie das Grüne Besenmoos (Dicranum viride), welches nach der FFH-Richtlinie international geschützt ist, bedeckt sind. Nur wenige Meter vom Zugang aus Richtung Klein Luckow befindet sich in den alten Birken auf der rechten Seite ein Greifvogelhorst. Wer in das Naturschutzgebiet „Wüste Glase“ bei Klein Luckow wandern möchte sollte möglichst feste knöchelhohe Wanderschuhe tragen. Der Wald im Naturschutzgebiet „Wüste Glase“ in der Mecklenburgischen Schweiz ist einzigartig urwüchsig und teilweise so dicht, das man ungeübten Wanderern schon einen Kompass empfehlen möchte. Für eine Radtour mit einem einfachen Tourenrad ist das Naturschutzgebiet nicht geeignet, da die Wege recht uneben, stolprig und mit tiefen feuchten Furchen durchzogen sind. Zu den Besonderheiten in dem Naturschutzgebiet „Wüste Glase“ gehören nicht nur die vielen eiszeitlichen „Löscher“ mit ihren uralten Findlingen, sondern auch einige seltene ↑Amphibien wie der Moorfrosch (Rana arvalis), bei denen sich die Männchen in der Paarungszeit zwischen März und Mai blau färben, die Rotbauchunke (Bombina bombina) und der Laubfrosch (Hyla arborea).

NSG Wüste Glase
Weitere Informationen:
↑Naturparkverwaltung Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See
Dorfstraße 124 · 17139 Basedow
Fon: 049 3 99 57 - 2 91 20
Fax: 049 99 57 - 2 91 22
Mail: Naturpark

089a3201abaa40d3bdd607ac1b9198b0

Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 27.03.10
Quellenangabe: Aufsteller Naturparkverwaltung Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See
Bildangaben: Johannes Ludewig
Erstellt: 17.03.2007
Version: 25.09.2013
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