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Marschland (Schwemmland)

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Marschland (Schwemmland) an der Nordsee

Marschland und Schwemmland der Nordseeküste

„Morgens sehen, wer mittags kommt“

Marsch Friedrichskoog

Marschland (Marsch) ist Schwemmland, welches die Marschbauern in hunderten von Jahren dem Meer abgerungen haben. Marschland ist besonders typisch für die norddeutsche Nordseeküste, von Ostfriesland bis Nordfriesland. Man spricht auch von „Marschländern“. Gemeint sind damit die Marschgebiete der westlichen deutschen Nordsee: Bis tief in das Binnenland hinein prägen flache, völlig ebene Marschlandstriche, die wegen ihrer nahrhaften Böden vorwiegend landwirtschaftlich genutzt werden. Das sind weite Küstenstriche von ↑Schleswig-Holstein und ↑Niedersachsen. Mit Hilfe von Deichen, Gräben und Sielen haben die Bewohner der norddeutschen Nordseeküsten Meter um Meter das angeschwemmte Marschland der Nordsee abgetrotzt. Durch Deiche mit angelegten Entwässerungsgräben wurde die Marsch, ein unbewohnbares Moorgebiet trocken gelegt und in grüne besonders frische ↑Auen verwandelt. Marschen, also jene Wiesen und Auen innerhalb der Marschlandschaften sind nur selten höher als der eigentliche Meeresspiegel.

Durch das künstliche Austrocknen liegen viele norddeutsche Marsche sogar bis zu einem Meter unter dem Meeresspiegel, weswegen bei starken Sturmfluten die Bewohner einer Marschlandschaft hoffen, dass „ihr Deich“ auch hält. „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm behandelte bereits 1888 diese Problematik. 1967 bis 1973 wurde das Eidersperrwerk wegen den Schäden der Sturmfluten aus dem Jahr 1962 und allen mörderischen Sturmfluten davor gebaut.

Die Halbinsel Eiderstedt südlich von Nordfriesland, mit dem beliebten Urlaubszentrum Sankt Peter-Ording, ist reines Marschland, geschützt von einem Deich, der mächtig, breit und einige Meter hoch um die ganze Halbinsel und darüber hinaus verläuft. Da Marschland einfaches Schwemmland ist, sind nicht einmal seichte Hügel in der Nordseelandschaft zu erkennen. Auf einem Deich stehend schweift der Blick so weit in das Binnenland, wie das Wetter es zulässt. Besucher und Touristen sind bei ihrem ersten Aufenthalt von dem „platten Land“ nur wenig begeistert. Bereits der leichteste Windhauch kann ungehindert über das flache Marschland hinwegziehen, ohne das irgendetwas schützend im Weg steht. Dennoch hat genau diese raue norddeutsche Marschlandschaft ihren ganz besonderen Charme.

Von salziger Meeresluft durchzogen riechen die Ebenen immer nach einer ganz besonderen „Frische“. Genau jene „Frische“, die die ↑Jever-Bierwerbung ausstrahlt: Kühl, Frisch und Herb. Diese Landschaft bietet vielen Menschen, insbesondere jenen, die aus den Schluchten der Großstädte kommen, einen ungewohnten seelischen Freiraum und aktive Erholung der Gedanken im Kopf. Für Kinder und Jugendliche, die mit dieser Landschaft keine sportliche Betätigung, wie Radfahren, Kiten, Surfen etc. verbinden, kann ein Urlaub im Marschland schnell zu einer Tortur werden, was sie durch Nörgelei und Unruhe zum Ausdruck bringen. Eltern, denen die norddeutschen Marsche der Nordseeküste wohltuende Entspannung und Erholung bringen, sollten mitgereisten Kindern mit viel Aktivität und Aufmerksamkeit die typisch „norddeutsche Harmonie“ nahe bringen.

Sie werden gewiss das Marschland wieder einmal besuchen.

Autor:
Last Edit: 25.01.09
Quellenangabe:
Bildangaben:
Erstellt: 12.10.2006
Version: 25.09.2013
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