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Bodden Boddengewässer - Boddenlandschaften

Alles über Bodden der Ostsee - Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Siehe auch: Segeln in Bodden Siehe auch: Vorpommersche Boddenlandschaft

Boddengewässer an der Ostsee:

Was sind Bodden? 'Bodden' sind keine 'dreckigen Schuhe', sondern mittelgroße bis sehr große, von Landzungen umgebene salzhaltige Gewässer an den Ostseeküsten, die leicht salzhaltig sind, weil sie einen Zugang zur offenen See haben. Dennoch ist das Wasser in den Boddengewässern meistens so trübe, dass unterhalb von 70 Zentimetern keine Wasserpflanzen oder größere Algen mehr wachsen können. In Boddengewächern wachsen überwiegend Schilf und einige Schling- Schwimmpflanzen. Typische Süßwasserfische in den Bodden sind Brasse, Plötze, Zander oder Flussbarsch, häufige Meeresfische Hering, Sprotte, Hornfisch, Sand- und Strandgrundel, Grasnadel, Kleine Schlangennadel und Flunder.

Kubitzer Bodden bei Rügen
Kubitzer Bodden · Foto: Killikus 30.05.2008
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Natur pur im Harz. Ein Harzer Wasserfall.

Die Ufer von Boddengewässern sind über hunderte Meter seicht und mit Schilf bewachsen. Oft kann man ohne Mühe in den Boddengewässers stehen, was Freizeitangler vielfach in Gefahr bringt. Das Schilf und die seichten Ufer bieten einer bunten Palette von Wasser- und Seevögeln Schutz sowie reichlich Nahrung. Diese Vielfalt ist in Europa einzigartig! Seeadler, Watvögel, Kegelrobben und Inselschafe leben an den Ufern der Bodden. Die norddeutschen Bodden gehören zu den größten europäischen Rastplätzen all jener Zugvögel, die im Norden Europas brüten. Aufgrund diese einzigartigen bewundernswerten Tier- und Pflanzenwelt ist das Leben in und an den Bodden der südlichen Ostseeküste durch den Nationalpark Vorpommersche-Boddenlandschaft unter besonderen internationalen Schutz gestellt.

Schilf am Ufer im Barther Bodden
Barther Bodden · Foto: Killikus 17.05.2014

Im Gegensatz zu den namentlichen Lagunen der Südsee gehören die Bodden zu den Ostseeküsten. Boddengewässer kommen an der deutschen Ostseeküste und an der dänischen Ostseeküste vor. Als Bodden ähnlich einem Haff bezeichnet man Gewässer, die in Land Nähe, zwischen Inseln, Landzungen und Halbinseln an den Ostseeküsten vorkommen, einen Zugang zur offenen See haben und mit Süßwasser vom Festland gespeist werden. Bodden haben meistens nur einen schmalen Zugang zur offenen See, so dass sie überwiegend Süßwasser führen. Dieser Zugang ist jedoch so groß, dass ein Wasseraustausch stattfindet. Je nach Windrichtung wird Süßwasser aus dem Bodden in die offene See oder Seewasser in den Bodden gedrückt.

Boddengewässer führen so genanntes Brackwasser. ↑Brackwasser ist die Bezeichnung für stehende, nicht fließende Gewässer, bestehend aus leicht salzhaltigem Seewasser. sind wegen ihrer schwebenden natürlichen Sedimente sowie diverser Mikroalgen überwiegend trübe und haben eine bräunlich bis graugrüne Färbung. Dennoch eignen sich die Boddengewässer zum Baden!

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Da in der Ostsee der Salzgehalt - von West nach Ost - insgesamt sehr niedrig ist, führen die Bodden der Ostsee überwiegend Süßwasser, was den Reichtum verschiedenster Fischarten und das Auftreten deren Räuber erklärt. Die leichte Vermischung von Seewasser und Süßwasser bewirkt in und an den Boddengewässern eine außerordentlich vielfältige Fauna und Flora. Als Fauna bezeichnet man die Gesamtheit eines Gebietes und als Flora bezeichnet man selbige Pflanzenwelt. Da der Lebensraum der Bodden ein sehr eng begrenztes Gebiet umfasst kann von der Fauna und Flora der Bodden gesprochen werden.

Boddengewässer sind durchschnittlich nur 2 bis max. 5 Meter tief. Von der regionalen Fischereiwirtschaft werden die Bodden extensiv bewirtschaftet. Dabei spielt die touristische Freizeitfischerei eine zunehmend bedeutendere Rolle. Gewerbliche Fischereibetriebe bieten immer häufiger Angeltouren auf den Bodden der Ostsee an, um ihr Auskommen zu verbessern.

Da sich die Größe von Fischen immer nach der Größe des Lebensraumes richtet, werden Süßwasserfische in Boddengewässern weit größer als das Normalmaß vorgibt. Deshalb ist das Angeln in den deutschen Bodden sehr beliebt! Nicht selten hört man, dass ein Freizeitangler einen 'kapitalen Boddenhecht' gefangen hat.

Angel im Bodden mit Watthose
Angler im Kubitzer Bodden · Foto: Killikus 17.05.2014

Für die Schifffahrt werden in den flachen Boddengewässern Fahrrinnen mit Hilfe schwimmender Bagger geschaffen. Die bekanntesten deutschen Bodden-Fahrrinnen sind die Bockrinne und die 10 Meter tiefe Kaiserfahrt (Piastenkanal) im Stettiner Haff. Durch diese künstlichen Fahrrinnen ist es selbst großen Schiffen möglich von Häfen in den Binnengewässern über die Bodden die offene See zu erreichen.

Die Ufer von Boddengewässern wachsen immer zu und verändern das Aussehen der Landzungen. Über die Flüsse des Festlandes werden unentwegt Sedimente in die Bodden eingetragen. Von den Schilfgürteln werden die Sedimente aufgehalten und sinken auf den Grund. Sedimente sind alle Stoffe die schwebend mitgeführt werden können. Dazu gehören feine Gesteine, mineralischer Staub und biologische Stoffe. Diese Sedimente werden über die Flüsse in die Bodden eingetragen, wodurch die Wasserpflanzen und die Schilfgürtel wachsen.

Hunderte Meter breiter Schilfgürtel umsäumen die Ufer der Bodden. Und im Wasser der Boddengewässer treiben Wasserpflanzen mit der Strömung. Der Eintrag biologischer Stoffe färbt das Wasser oft bräunlich. Die schwebenden Sedimente sorgen für eine natürliche Trübung. In der Vergangenheit wurde das Schilf im Winter geschnitten und zu Bedachung von Häusern genutzt. So entstanden die bekannten Schilfdächer auf den Fischerhütten an den norddeutschen Ostseeküsten. Im Winter wurde das Schilf geschnitten, gebunden und mit Pferdefuhrwerken an Land transportiert. Dort angekommen wurden die Schilfbünde aufgestellt und bis zur Verwendung getrocknet. Durch den Schilfschnitt wurde der Eintrag dieser Biomasse in die Bodden in der entfernten Vergangenheit vermieden.

Entstehung von Bodden und Boddengewässern

Die Bodden an der Ostsee - und nicht nur die der deutschen Ostseeküste - sind am Ende der Letzten Eiszeit, der namentlichen Weichseleiszeit vor etwa 15-25.000 Jahren entstanden. Während der etwa 150.000 Jahre andauernden Eiszeit wuchsen von Skandinavien mächtige, viele Hundert Meter hohe Gletscher bis nach Norddeutschland. Durch das Gewicht der Gletscher wurde der Boden im Ostseeraum gesenkt. Gleichzeitig wurden große Mengen Geröll nach Süden geschoben. Dabei wurde in der Mecklenburgischen Schweiz eine Hügelkette von 125 Metern Höhe aufgeschoben.

Bodden Uferlandschaft
Rügen Bodden · Foto: Killikus 30.05.2008

Vor etwa 25.000 Jahren trat die heutige Warmzeit ein und die Gletscher begannen zu tauen. Über die Gletscherrinnen flossen viele Tausend Kubikmeter Wasser in die Tiefe. Gletscherseen brachen als Sturzbäche herab. (s. Kummerower See) Jedoch versperrten die Hügelketten dem Wasser den Weg nach Süden. Es kam zu Stauseen in Richtung Norden.

Nur langsam tauten die Gletscher. Es dauerte fast 10.000 Jahre bis das Eis über der heutigen Ostsee getaut war. Und weitere 10.000 Jahre bis Dänemark, Schweden und Finnland bewohnbar wurden. Noch heute sind Eisberge und Gletscher in Skandinavien zu bestaunen. Während der Eiszeit wurde der gesamte Ostseeraum von dem Gewicht der Gletscher gesenkt. Diese Teile des nördlichen Europas stiegen in den vielen Tausend Jahren langsam wieder auf.

Auf diese Weise wurden die Kreidefelsen in Dänemark und der norddeutschen Ostseeküste aus der Tiefe erhoben. Das weiche Material der Kreide konnte von der Natur leicht ausgespült und abgetragen werden. Es entstanden Buchten und tiefe Gräben. Es entstand die Grundform der heutigen Boddenlandschaft an der Ostseeküste.

Mit der Warmzeit stieg aber nicht nur die nordeuropäische Kontinentalplatte aus der Tiefe an die Oberfläche sondern auch der Wasserspiegel der Nordsee und der Ostsee. Laut einigen Untersuchungen soll der Wasserspiegel von Ostsee und Nordsee seit der letzten Eiszeit um einige Meter angestiegen sein.

Durch die Hebungen gelangt immer weniger Salzwasser aus der Nordsee in die Ostsee. Mit dem Klimawandel wird Ostsee wird zunehmend zu einem Süßwassersee. Eines Tages wird das Skagarak nur noch wenig Meereswasser in die Ostsee einleiten. "Das Skagerrak ist ein Teil der Nordsee zwischen der Nordküste Jütlands, der Südküste Norwegens und der Südwestküste Schwedens. Es verbindet über das Kattegat, den Großen und Kleinen Belt sowie über den Öresund die Nordsee mit der Ostsee." Wikipedia

Mit dem steigenden Meeresspiegel kann das Wasser, welches bei Starkregen, Überflutungen und Hochwasser von den Flüssen in das Meer oder die See abgeführt wird, nicht mehr abfließen. Die dichten Schilfgürtel und der hohe Wasserstand verlangsamen die Fließgeschwindigkeit der Flüsse. Gleichzeitig werden mitgeführte Sedimente und Treibgut schon in den Mündungsbereichen der Bodden abgelagert. Es entsteht in den Bodden neues Land.

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Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 10.12.14
Quellenangabe: Wikipedia Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
Bildangaben: keine
Erstellt: 10.06.2014
Version: 25.09.2013
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