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Segeln in Bodden

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Segeln in Boddengewässern der norddeutschen Ostseeküste

Boddenurlaub: Segeln in den Boddengewässern der norddeutschen Ostseeküste.

Hauptseite: Bodden

Boddenurlaub: Die Boddengewässer, zwischen der Hansestadt Rostock an der Mecklenburgischen Ostseeküste und Berg Dievenow im äußersten Westen von Polen sind beliebte Sportboot- Segelgebiete an der Ostseeküste. Alle Bodden haben einen Zugang zur offenen See und verlaufen entlang der südlichen Ostsee. Während Sportboote ohne Kiel die flachen Gewässer meistens gefahrlos befahren können ist das Segeln in den Bodden nicht ungefährlich. Schwellen, Sandbänke, Flachwasser und Strömungen erschweren die Navigation bei windigem oder nebligem Wetter und erfordern von dem Bootsführer höchste Aufmerksamkeit.

Segelboote im Greifswalder Bodden
Segler im Greifswalder Bodden beim Hanse Cup 2010 · Foto: Killikus 04.09.2010
Fischerkutter im Greifswalder Bodden

Boddengewässer sind flache, der Küste vorgelagerte, leicht salzhaltige Gewässer, die von Landmassen umgeben sind. Die Bodden der norddeutschen Ostseeküste gehören zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Die mecklenburgischen Bodden sind dem pommerschen Festland, der Insel Rügen, der Hiddensee und der Usedom vorgelagert. Ebenfalls dem Festland vorgelagert sind das Reriker Salzhaff und das Stettiner Haff, wobei diese nicht als Bodden bezeichnet werden.

Mit dem Ende der Eiszeit, vor rund 22000 Jahren entstanden an der südlichen Ostseeküste diese, von Wasser durchbrochenen Landschaften. Das Schmelzwasser der tauenden Gletscher, die bis zu 90 Kilometer in das Binnenland vorgedrungen waren, formte diese in Europa einmaligen Landschaften. Im Durchschnitt sind die Bodden nur einige Hundert Meter breit, jedoch mehrere Kilometer lang. An die Bodden grenzen kleine Fischerdörfer, deren schilfgedeckte Kaden von einer florierenden Fischereiwirtschaft der Vergangenheit zeugen. Heute leben die Anwohner der meisten Gemeinden an den Bodden von den Erlösen aus dem Tourismus und arbeiten in den großen Hansestädten der Umgebung.

Boddenlandschaft Strelasund
Boddenlandschaft · Foto: Killikus 04.09.2010
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In Mecklenburg-Vorpommern gibt es die Darß-Zingster Boddenkette, südlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst gelegen, die Westrügener Boddenkette, südlich der Insel Hiddensee und der Insel Rügen gelegen, die  Nordrügener Bodden, unterhalb der Halbinsel Wittow und der Halbinsel Jasmund der Insel Rügen gelegen, den Strelasund an der Hansestadt Stralsund, der die Insel Rügen vom Festland trennt, den Greifswalder Bodden, südlich der Insel Rügen, an dessen Festland die Hansestadt Greifswald liegt, sowie den Peenestrom Bodden, der die Insel Usedom vom vorpommerschen Festland trennt und in das Stettiner Haff mündet.

Von der Ostsee kann man, an der Insel Rügen vorbei, den Peenestrom entlang, über das Stettiner Haff (s.a. Bootstour) zurück, in die Ostsee gelangen. Bei günstigem Wetter dauert eine solche Bootstour etwa ein bis zwei Tage. Auch ist es möglich, von der Ostsee über den Peenestrom und die Peene bis nach Malchin in der Mecklenburgischen Schweiz zu gelangen. Leider versperren einzelne Brücken die problemlose Durchfahrt über die Peene.

Karniner Brücke im Stettiner Haff
Karniner Brücke · Foto: Killikus 15.04.2008

Das Segeln in den vorpommerschen Bodden kann überaus romantisch sein, weil man beim Segeln das Leben an den Ufern der Boddenlandschaften beobachten kann. Da die Bodden keine typischen Badegewässer sind, sondern eher zum Wasserwandern einladen, liegt die schönste Zeit für eine Reise über die Mecklenburgischen Bodden zwischen Mitte August und Ende Oktober. Ab Mitte August sind die Wassertemperaturen angenehm warm und die Nächte mit Temperaturen um die 12 Grad bereits angenehm kühl. In den zeitigen Morgenstunden ziehen dichte Nebelschwaden an den Ufern der Bodden entlang. Bereits zum Frühstück lichtet sich der Nebel und verabschiedet sich mit kleinen Schäfchenwolken, unter einem tief blauen Himmel.

Regatta Segeln Greifswalder Bodden
Regatta im Greifswalder Bodden · Foto: Killikus 04.09.2010

In den Bodden im Nationalpark Vorpommersche-Boddenlandschaft sind ab Anfang August bereits die ersten Tausend rastenden Zugvögel zu erleben. Die Graugänse aus den nördlichen Regionen gehören zu den ersten Herbstgästen. Sie verweilen mit ihrem Nachwuchs einige Wochen auf den wiesen und Feldern der Boddenlandschaft und ziehen wenige Tage in kleinen Gruppen nach Süden weiter. Das reife Getreide leuchtet in der Ferne und imposante Haufenwolken überqueren in den späten Nachmittagsstunden die Bodden. Im August weht gelegentlich ein Wind mit Windstärken von 3 bis 5 Bft aus westlichen Richtungen über die Bodden hinweg, wodurch sich kleine, sehr kurze Wellen auf den Bodden zusammentürmen. Meistens weht jedoch ein Wind aus südlichen Richtungen oder es ist tagelang Flaute bei strahlend blauem Himmel.

Boddensegeln Boddenwetter
Bodden Segelwetter im September · Foto: Killikus 04.09.2010

Bereits in der ersten Septemberdekade nimmt der Wind kräftig zu. Es wird stürmisch. Die ersten Herbststürme künden vom nahenden Spätsommer. Windstärken von 7 bis 9 Bft oder plötzlich eintretende Windstille mit stundenlangen Flauten über den Bodden sind im September keine Seltenheit, was das Segeln in den Bodden zu einem gefährlichen Erlebnis machen kann. Diese, oft sehr böigen Winde werden von Gewittern oder kleine regionalen Tiefdruckgebieten über dem Festland verursacht. Meistens sieht man nur die beängstigend wirkenden Gewitterwolken, die sich dann mit großer Wucht über Rostock und dem Umland entleeren.

Boddensegeln bei Flaute und Unwetter
Hanse Yacht Regatta bei Flaute · Foto: Killikus 04.09.2010
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Goslar Altstadt

Der Monat Oktober ist die wohl schönste und romantischste Zeit für eine Reise durch die vorpommersche Boddenlandschaft! Verursacht wird die Romantik durch die gelbe Farbtemperatur des Sonnenlichtes. Zu dieser Zeit rasten – in der Nähe von Barth – tausende Zugvögel gemeinsam an den Ufern der Bodden und warten bis Ende Oktober auf tragende Winde aus nordöstlichen Richtungen. Im Oktober weht seltener kräftiger Wind. Der Himmel ist am Tage tief blau gefärbt und die herbstliche Sonne wärmt die Luft auf milde 23 Grad. Mit dem Spätnachmittag sind in der Ferne, aus Norden kommend die ersten Nebelbänke zu erkennen. Die Nebelbänke über der Ostsee sind meisten nur wenige Meter hoch, jedoch hoch genug um den Verklicker am Ende des Mastes im Nebel verschwinden zu lassen.

Segeln in Bodden bei Nebel
Segler vor Rügen im Nebel · Foto: Killikus 21.10.2012
 

Insgesamt ist das Segeln in Boddengewässern ziemlich aufregend, bewegend und letztendlich auch ein wenig gefährlich. Im wieder setzen erfahrene Skipper ihre Kielboote auf Land oder laufen auf eine Sandbank auf. Als besonders gefährlich sind die Gewässer rund um die Insel Hiddensee und westlich der Insel Rügen. Auch im Greifswalder Bodden haben schon einige erfahrene Skipper ihren Kiel oder den Mast bei einem Cup verloren, nachdem sie von einer Welle schwupp die Wupp über eine Schwelle auf eine Sandbank gesetzt wurden.

Flachwasser im Boden
 
Flachwasser bei Hiddensee · Foto: Killikus 04.09.2010

Die norddeutschen Bodden an der Ostseeküste sind insgesamt überwiegend flache seichte Gewässer. Die durchschnittliche Tiefe der norddeutschen Bodden beträgt oft weniger als 1,60 Meter. Sandbänke und Schwellen mit einer Tiefe von 50 bis 80 Zentimetern sind keine Seltenheit. Auf den trockenen Sandbänken kann man von Zeit zu Zeit Kegelrobben oder einen Seehund beobachten. Auch werden Sandbänke und Flachwasser von Anglern gern genutzt. Zur Heringszeit im Frühjahr stehen die Angler in Reihe und Glied oft nur wenige Meter von der Fahrrinne entfernt.

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Für die Schifffahrt stehen eine Vielzahl von Tonnen und Seezeichen zu Verfügung, die von den Sportbootführern mit einem Tiefgang von mehr als 80 Zentimeter unbedingt eingehalten werden sollten. Bei einer Fahrt durch die Bodden müssen die Seezeichen an Land unbedingt beachtet werden. Darüber hinaus werden die Boddengewässer der Ostseeküste von den letzten verbliebenen Fischern intensiv bewirtschaftet, was bedeutet, dass außerhalb des Fahrwassers überall Fischernetze und Reusen ausgelegt sind. Gerade bei Nebel oder grauer Witterung sind die kleinen - warum auch immer schwarzen Bälle - der Netze kaum zu erkennen. Neben den aktiven Fischernetzen treiben über dem Grund einige verlorene Netze, die immer wieder Bootsführer veranlassen, in Badebekleidung einen Tauchgang zu machen um das Ruder oder die Schiffsschraube von jenem zu befreien. Bereits bei nur wenig Wind kann ein achtlos überfahrenes Fischernetz zu einem gefährlichen Erlebnis werden.

Die norddeutschen Bodden haben Fahrwasser mit einer Betonnung, die jedoch nicht beleuchtet ist. Ortsunkundige Bootsführer mit einem Tiefgang von mehr als 1,40 Metern sollten bei Dunkelheit, schlechtem Wetter oder gar Nebel den vorgeschriebenen  Fahrwassern folgen und nur unter Segeln fahren, wenn die Fahrt genügend Raum zur Navigation bietet. Der Abstand zwischen Tonne und Schwelle ist in den Zufahrten in die Bodden oft nur wenige Meter! Diese Fahrwasser sollten möglichst unter Motor befahren werden, denn die Navigation gestaltet sich nicht selten schwieriger als man denkt. Der ständiger Blick zur letzten Tonne auf Achtern gewährleistet oft eine sichere Fahrt durch die norddeutschen Boddengewässer.

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Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 23.06.14
Quellenangabe: Wikipedia Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
Bildangaben: keine
Erstellt: 17.06.2014
Version: 25.09.2013
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