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Schachblume (Feuchtwiesen)

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Schachblume Schachbrettblume oder Kiebitzblume (Fritillaria meleagris)

Schachbrettblume Schachblume Kiebitzblume (Fritillaria meleagris)

Purpurne Schachblume; Fritillaria meleagris

Die Schachblume (Fritillaria meleagris), auch unter den Namen Schachbrettblume, Kiebitzei, Kiebitzblume oder Kuckucksblume bekannt, ist heute in der europäischen Natur nur noch so selten wie manche Orchideenart. Es gibt sowohl die purpur (violett) farbene Schachblume als auch die sehr viel seltenere weiße Schachblume in der norddeutschen Natur. In der Mecklenburgischen Schweiz blühen noch einige hundert der seltenen Schachblume (Fritillaria meleagris) zwischen April und Mai in den westlichen Feuchtwiesen am Kummerower See bei ↑Neukalen. Die Feuchtwiesen am Kummerower See sind in den meisten Jahren zwischen Dezember und Ende April zum Teil überschwemmt. Der Wasserstand auf den Neukalener Feuchtwiesen beträgt dann etwa 20 bis 55 Zentimeter. Die Neukalener Feuchtwiesen werden ein bis zweimal jährlich gemäht und ansonsten nicht genutzt, denn die Ursache für den Rückgang des zarten Liliengewächses (Liliaceae) in anderen Regionen ist die Polder Eindeichung für die landwirtschaftliche Nutzung von ↑Feuchtwiesen oder deren einfache Trockenlegung.

Purpur Schachblume

Laut Wikipedia ist „das größte zusammenhängende Vorkommen der Schachblume (Fritillaria meleagris) in den Feuchtwiesen der beiden aneinander angrenzenden Naturschutzgebiete "Sinngrund" und "Sinnwiesen von Altengronau" an der ↑Sinn, einem kleinen Nebenfluss der ↑Fränkischen Saale. Das größte Vorkommen östlich der ↑Elbe findet sich in der unmittelbaren Nähe der Stadt ↑Ziesar in ↑Brandenburg. Daneben kommt die Schachblume in Deutschland nur noch an der unteren Elbe bei ↑Hetlingen (hier in Massen auf mehreren Wiesen) und vereinzelt im ↑Naturschutzgebiet Heuckenlock (an der Süderelbe bei ↑Moorwerder) und vereinzelt bei ↑Sassenberg in ↑Westfalen (↑Schachblumenwiesen) und am ↑Main vor. Vorkommen an der ↑Weser scheinen sich mittlerweile, aufgrund zurückgehender landwirtschaftlicher Nutzung, zu erholen. In Österreich findet sie sich beispielsweise in der ↑Steiermark und im Südburgenland.“ (Quelle: Schachblume, Wikipedia)

Die Schachblume (Fritillaria meleagris) ist eine sehr beliebte Gartenpflanze und ist deshalb auch durch „Pflanzendiebe“ bedroht, die versuchen die botanischen Naturformen mit verschiedenen Züchtungen zu kreuzen um neue Arten in den Handel bringen zu können. Schachblumen sind zarte ↑Liliengewächse, die eine kleine etwa ein Zentimeter große Zwiebel haben. Man erkennt die Schachblume an ihren glockenartigen eiförmigen ↑Blüten, die ein Schachbrettmuster auf den ↑Kronblättern haben. Die Blütenstile sind besonders fein und graugrün gefärbt. Ebenso die sehr schmalen dünnen, am Blütenstil entlang verlaufenden Blätter. Die Schachblume (Fritillaria meleagris) ist als solche nicht giftig. Nur die Zwiebeln der Schachblume enthalten giftige ↑Alkaloide. Schachblumen bevorzugen ausschließlich vollsonnige feuchte bis nasse Standorte. Zumindest in den Monaten des zeitigen Frühjahrs sollten Schachblumen nass bis sehr feucht stehen. Der Boden in dem Schachblumen besonders gut gedeihen ist kalkfrei, leicht sauer, feucht, humusreich und sehr durchlässig. Im Garten gedeihen Schachblumen am besten in der Nähe eines Teichüberlaufes oder eines Sumpfbettes.

Schachblumen Wiese

Schachblume (Fritillaria meleagris) in Mecklenburg-Vorpommern

Die Schachblume (Fritillaria meleagris) in Mecklenburg-Vorpommern findet man auf einer Feuchtwiese auf der Westseite des Kummerower Sees in der Mecklenburgischen Schweiz. Genauer befindet sich die Feuchtwiese mit den Schachblumen (Fritillaria meleagris) im Naturschutzgebiet (NSG) „Neukalener Moorwiesen“. Soweit bekannt ist, sollen in den 70-iger Jahren Malchiner Bürger die Pflanzen aus den Malchiner Wiesen nach Neukalen und Dargun umgesetzt haben, um die Schachblume (Fritillaria meleagris) vor der Ausrottung durch die Trockenlegung der Malchiner Wiesen, zu bewahren. Zwischen dem 15. April 2007 und den ersten Maitagen 2007 blühten auf der oben genannten Wiese im Naturschutzgebiet „Moorwiesen bei Neukalen“ wenige Meter vom Kummerower See hunderte Schachblumen von weißer und purpurner Farbe. Besonders auffällig waren die vielen seltenen weißen Schachblumen. Die klockenartigen weißen Blüten an ihren dünnen Stielen waren bis zu 5cm groß und die Pflanzen hatten eine Höhe von etwa 30cm. Zum Zeitpunkt der Beobachtung waren die Schachblumen im Zentrum der Wiese am häufigsten verbreitet. Neben den Schachblumen blühte zum gleichen Zeitpunkt die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) und der geschützte Fieberklee (Menyanthes trifoliata) mit seinen schönen weißen Federblüten.

Schachblume mit Sumpfdotterblume
Schachblume Moorwiesen Neukalen
Neukalener Schachblumenwiese mit Reh und Schilf im Hintergrund.

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Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 01.12.14
Quellenangabe: Wikipedia
Bildangaben: Johannes Ludewig/ Ende April 2007
Erstellt: 03.05.2007
Version: 25.09.2013
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