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Blausterne Scilla

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Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia)

Zweiblättriger Blaustern Scilla bifolia

Frühlingsblüher Blaustern (Scilla L.)

Gewöhnlicher Blaustern

Blausterne (Scilla ↑L., griechisch von skilla »Meerzwiebel«) oder das Blausternchen, auch als Sternhyazinthen oder „Blaues Cilla“, „Blaues Zilla“ (als ähnliche Schreibweisen*) bezeichnet, sind winterharte mehrjährige krautige niedrige ↑Staudenpflanzen mit ostasiatischer Herkunft. Blausterne blühen je nach Standort und Wetterlage mit kleinen, wenige Millimeter bis Zentimeter großen, glocken- oder tropfenartigen blauen bis violetten Blüten um die Osterzeit, von Anfang März bis etwa Mitte April auf nährstoffreichen kalkreichen und feuchten Böden in Gärten, Parkanlagen, Wiesen, Auen und schattigen Plätzen unter Gehölzen oder Büschen. Blausterne (Scilla) sind kleine und niedrig wachsende Zwiebelgewächse (Staudenpflanzen), gehören lt. ↑Wikipedia zu der Familie der ↑Hyazinthengewächse (Hyacinthaceae) und lt. ↑Brockhaus zu der Gattung der ↑Liliengewächse (Liliaceae)(1). Die Blausterne werden je nach Art und Herkunft etwa 10 bis 17 Zentimeter hoch, haben einen dünnen langen Blütenstiel (↑Spross) und kommen mit unterschiedlichen Arten in ganz Europa, in Teilen Asiens und an wenigen Stellen in Afrika vor. Wie alle ↑Hyazinthen bevorzugt der Blaustern (Scilla) wärmeres submediterranes Klima. Die meisten importierten Blausternchen stammen aus der ↑Türkei. Die Vermehrung der Blausterne erfolgt über die Teilung der ↑Zwiebel oder über die Vermehrung durch ↑Ameisen. So haben Blausterne eine kleine kugelige grüne ↑Frucht, gefüllt mit schwarzen ↑Samen, welche hungrige Ameisen verschleppen und auf diese Weise verbreiten. Laut dem ↑Konversationslexikon von Meyer gibt es etwa 80 Arten unterschiedlicher Blausterne. Die meisten Blaustern-Arten gibt es „in den ↑Mittelmeerländern, von denen mehrere, namentlich ↑L. amoena L. (Sternhyazinthe), mit breitlinealischen Blättern und 3-6 Blüten, in Deutschland und Oberitalien, ↑S. sibirica Andrs., mit lanzettlichen Blättern und 1-3 nickenden Blüten, in Süd- und Mittelrußland und in Kleinasien, ↑S. peruviana L., mit breitlinealischen Blättern und einer pyramidenförmigen dichten Traube mit 50-100 Blüten, im westlichen Mittelmeergebiet, als Zierpflanzen kultiviert werden.“ (Meyer Konversationslexikon, 6. Auflage; Heilpflanzen-Welt)

Der Blaustern (lat. Scilla L. (zilla = umgangssprachlich)) hat entfernte Ähnlichkeiten mit den ↑Traubenhyazinthen (Muscari). Blausterne haben nur wenige Zentimeter unter der Erde eine kleine Zwiebel als ↑Überdauerungsorgan (Kryptophyt), was den Blaustern als ↑Liliengewächs kennzeichnet. Jeder Blaustern hat seine eigene ↑Zwiebel aus der ein Pflanzenspross (↑Stängel) oder mehrere Pflanzensprosse (Russischer Blaustern (Scilla siberica L.)) wachsen. Die Zwiebel der Blausterne speichert Kraft für die Überwinterung oder eine Trockenzeit. Die unterschiedlichen Arten der Blausterne (Scilla) sind nicht so einfach zu unterscheiden und die Zuordnung kann schwierig werden. Vielfach findet in unseren Gärten der Sibirische Blaustern oder Russischer Blaustern (Scilla siberica L.) Verbreitung. Der heimische Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia L.) ist sehr viel seltener anzutreffen und steht deshalb als geschützt Pflanze unter ↑Artenschutz. Weil Blausterne meistens nur wenige Zeit nach dem Schneeglöckchen (Galanthus) und dem Märzenbecher (Leucojum vernum) blühen, gehören auch diese zu den beliebtesten Frühjahrsblühern in unserer Natur. Blausterne (Scilla) haben eine besondere Bedeutung für die ↑Insekten, wie Honigbienen u.a.. Besonders wenn in der kalten Jahrzeit, März-April, noch Schnee fällt, schenken die Blausterne verschiedenen Insekten mit ihrem ↑Nektar Nahrung.

Zu den bekanntesten Arten der Blausterne (Scilla) gehören der:

Der heimische Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia L.) in Mecklenburg

Scilla bifolia L. Blüten

Die heimisch wachsende Scilla-Art ist der Zweiblättrige Blaustern (Scilla bifolia L.) dessen besonderes Merkmal zwei sich gegenüber stehende 10 bis 15 Zentimeter lange, längliche grüne Laubblätter sind. Der Zweiblättrige Blaustern wurde von dem griechischen Philosoph und Naturforscher ↑Theophrastos, etwa 350 v.Ch. als wilde ↑Hyazinthe bezeichnet. Die ↑Kronblätter (Petalen) der Zweiblättrigen Blausterne sind meistens Hellblau bis zart Violett. Die mittlere Ader der Kronblätter (Blütenblätter) ist etwas stärker blau gefärbt. Die ↑Staubblätter (Stamina) sind in besonderer Weise blau gefärbt und die ↑Fruchtblätter (Karpelle) sind von goldgelber Farbe. Der Stängel oder Spross ist nur ein bis zwei Millimeter stark und hat am oberen Ende eine leicht violette Färbung. Der Zweiblättrige Blaustern hat unter der Erde eine nur wenige Millimeter große giftige Zwiebel, aus deren Kraft (siehe auch Schneeglöckchen) die Pflanze im zeitigen Frühjahr eine Blume mit nur zwei Laubblättern und 2 bis 6 blau blühenden Blüten treibt.

Scilla bifolia L. Habitus
Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia) Habitat(2) im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern.

Echter Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia) ist deutlich seltener in Gärten anzutreffen als ↑Sibirischer Blaustern oder Russischer Blaustern (Scilla siberica). Der sibirische Blaustern unterscheidet sich vom heimischen Blaustern (Scilla bifolia) in der Anzahl der lanzettähnlichen schmalen und grünen Laubblätter. Der heimische Blaustern (Scilla bifolia) besitzt zwei gegenüber angeordnete grüne sehr lange Laubblätter und der Sibirische Blaustern hat bis zu vier kürzere kräftig-saftige sattgrüne Laubblätter! Die vier Laubblätter des Sibirischen- oder Russischen Blausterns sind kürzer, breiter, fetter und grüner als die des heimischen zweiblättrigen Blausterns (Scilla bifolia). Die Farben der Blüten unseres Blausterns (Scilla bifolia) reichen von eher blau-weiß zu Blau währen Sibirische- und Russischen Blausterne eine tiefe azurblaue Farbe haben.

Blausterne Scilla bifolia
Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia) Habitat(2) im Müritz-Nationalpark.
Zweiblättrige Blausterne
Zweiblättriger Blausterne

In Mecklenburg-Vorpommern findet man die geschützte Art Zweiblättriger Blaustern (Scilla bifolia) am Eingang des Müritz-Nationalpark auf einer schattigen Feuchtwiese. Vermutlich wurde der Blaustern im 19. Jahrhundert in der Region um die Müritz ausgepflanzt. Darüber hinaus sind mir keine weiteren Scilla bifolia - Fundorte in Mecklenburg-Vorpommern bekannt. Der am 12. September 1990 im Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte, auch Mecklenburger Seenplatte, gegründete Müritz-Nationalpark beherbergt viele Arten besonders seltener ↑Frühlingspflanzen. Auf den vielen feuchten Wiesen rund um die Müritz, dem zweitgrößten deutschen See, sind zwischen März und April neben den Blausternen, das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria), blühende Sumpfdotterblumen (Caltha palustris), Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor), und Gelbes Windröschen (Anemone ranunculoides) sowie viele seltene Zugvögel zu beobachten, die an den Seen im Müritz-Nationalpark eine Rast einlegen.

*Lt. ↑sinai-bedouin.com ↑Sinai - Pflanzen und Tiere ist ... "Zilla oder Kameldorn (Zilla spinosa). Dieses kugelförmige, dornige Gestrüpp löst sich im voll entwickelten Zustand von seiner Wurzel und wird vom Wind wie ein Ball durch die Täler getrieben. Nach Regen schießt die Pflanze bis weit über einen Meter hoch und wird vom Vieh mit großem Genuß gegessen." Lat. Zilla spinosa, der ↑Kameldorn gehört zu den Bibelpflanzen und findet als ↑Dornenkrone in der Geschichte zu Ostern; der ↑Kreuzigung ↑Jesu von Nazareth Erwähnung.

(1)Laut Wikipedia „Blausterne“ bilden die Blausterne (Scilla L.) eine eigene Gattung der „Blausterne“ (Scilla L.). Laut dem Brockhaus und diversen anderen Quellen gehören die Blausterne (Scilla L. [nach Carl von Linné]) zur »Gattung der Liliengewächse« und der Familie der Hyazinthengewächse.

(2) Habitat: Als ↑Habitat versteht man in der Biologie einen charakteristischen Wohn- oder Standort, den eine Art besiedelt. Der Begriff geht hier auf den Naturforscher ↑Carl von Linné zurück und wird im deutschen Sprachraum in erster Linie autökologisch verstanden... (lt. Wikipedia)
Zweiblättrige Blausterne (Scilla bifolia) stehen unter Artenschutz und dürfen weder gepflückt noch ausgegraben werden!

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Weblinks:

  • ↑Meerzwiebelsquille – Heilmittel
  • ↑Speciosus Gartenspezialitäten - Blumenzwiebelversand mit botanischen Spezialitäten
  • ↑Blaustern im Auwald - Naturschutzbund NABU
  • Autor: Johannes Ludewig
    Last Edit: 07.02.14
    Quellenangabe: Scilla L.,Meyer Konversationslexikon 6.Auflage, Wikipedia, Scilla, Blausterne & Hyazinthen;
    Brockhaus Scilla L.; Nabu - Blaustern im Auwald;
    Bildangaben: Ludewig April 2007 / 2008
    Erstellt: 26.03.2008
    Version: 25.09.2013
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