Original KILLIKUS SCHMUCK bei DAWANDA kaufen.
Killikus© Urlaub Unterkunft Zimmervermittlung bietet 12.000+ Angebote!
Killikus Ferienwohnungen Unterkunft buchen
Impressum

Naturschutzgebiet Ostpeene (NSG)

Home Killikus.de Naturmagazin Urlaub in Norddeutschland Home Killikus.de Naturmagazin Urlaub in Norddeutschland
Urlaub Fotogalerie Störtebeker Tickets Wetter Killikus Schmuck   
Nach Bildern und Inhalten suchen:

Naturschutzgebiet NSG Ostpeene

Ostpeene (NSG)

Naturschutzgebiet Ostpeene

Das Naturschutzgebiet „Ostpeene“ auch NSG „Ostpeene“ oder „Benz“ genannt, befindet sich in der Mecklenburgischen Schweiz und ist ein ↑Durchbruchstal der Peene südlich vom ↑Malchiner Becken. Die Peene soll (nach ↑Wikipedia) einst in Richtung Süden (Westen) geflossen sein und soll auf diesem Weg das Duchbruchstal der Ostpeene geschaffen haben. Das Duchbruchstal „Ostpeene“ erstreckt sich von dem kleinem Ort Peenhäuser etwa 5 Kilometer südlich von der Kleinstadt Malchin bis nach Demzin. In dem Duchbruchstal befindet sich heute das Naturschutzgebiet „Ostpeene“, welches mit echten Anhöhen auf der linken und der rechten Seite, zu den schönsten natürlichen Tälern in Mecklenburg-Vorpommern gehört.

NSG Ostpeene Feuchtwiese

Landschaftlich schöner als das Duchbruchstal der Ostpeene ist nur noch das Naturschutzgebiet Nebeldurchbruchtal (NSG) bei Krakow am See. Wenn man den Informationen glauben schenkt, so soll die „eigentliche“ Peene, welche angeblich bei Gnoien nur wenige Kilometer vor der Ostsee ihren Ursprung haben soll, vor ca. 10.000 bis 15.000 Jahren in südlicher Richtung geflossen sein. Dabei hat das Wasser am südlichen Rand des Malchiner Beckens (10 m ü. NN) einen Durchbruch geschaffen um dann bis zur Müritz (62 m ü. d. Meeresspiegel) einen Höhenunterschied von 52 Metern zu bewältigen. Während im Hintergrund der Peene noch eine hunderte Meter hohe Eiswand den Weg des Wassers zur Ostsee versperrte, bahnte sich die heutige Peene ihren Weg in Richtung Süd-Westen. Interessanter Weise sollte man in diesem Zusammenhang einmal betrachten, dass das damalige Schmelzwasser zur Bewältigung von nur 34 Kilometern in Richtung Süden einen Höhenunterschied von 50 Metern überwinden musste.

Ostpeene
Ostpeene

Um einen solchen mächtigen Durchbruch zu schaffen, muss im Malchiner Becken mindestens ein Wasserstand von 80 bis 100 Metern vorgeherrscht haben. Logischer Weise kann ich mir allerdings auch vorstellen, dass das Schmelzwasser der Eiszeit vor ca. 15.000 Jahren sich in der heutigen Mecklenburgischen Seenplatte staute, bis das abgetaute Eis die heutige Ostsee erreichte. Weil die riesigen Wassermengen durch die ↑Endmoräne in der Mecklenburgischen Schweiz (126 m ü. NN) angestaut wurden, entstanden Durchbrüche wie das Tal der Ostpeene. Insofern kann die heutige Peene ihren Ursprung gewiss nicht in dem weit entfernten Gnoien haben, wie es bei Wikipedia behauptet wird*. Das Durchbruchtal der Ostpeene hat eine typische U-Form und eine Breite von geschätzten 800 Metern.

Ostpeene Feuchtwiese

Im Zentrum vom Durchbruchtal Ostpeene bei Peenhäuser befindet sich das Naturschutzgebiet „Ostpeene“ mit seinen besonders schönen uralten Feuchtwiesen. Die Ufervegetation und die Feuchtwiesen im Durchbruchtal „Ostpeene“ verfügen über eine Fauna, die vergleichbar in Mecklenburg-Vorpommern bestenfalls im Müritz-Nationalpark anzutreffen ist. So kann der aufmerksame Beobachter im Naturschutzgebiet „Ostpeene“ tausende blühende Dactylorhiza majalis (Breitblättriges Knabenkraut) Orchideen erleben, die im Verbund mit der seltenen Trollblume (Trollius europaeus) und der einjährigen Kuckuckslichtnelke (Lychnis flos-cuculi) zeitgleich erblühen.

Trollblume im NSG Ostpeene

Darüber hinaus findet man in dem Durchbruchtal Ostpeene verschiedene Arten von Seggen und weiteren seltenen Frühjahrsblühern. Obwohl das Durchbruchtal Ostpeene eine sehr schöne Lage hat, sind außer dem Eisvogel (Alcedo atthis), besonders seltene Vögel weniger anzutreffen. Auch Wild ist ehe spärlich zu entdecken. Dies liegt aber vermutlich daran, dass die gesamte Gegend rund um Gielow, Peenhäuser bis nach Demzin nicht so besonders waldreich ist. Besonders interessant kann das Naturschutzgebiet Ostpeene für Libellenfreunde und Schmetterlingsliebhaber sein. Von Ende Mai bis Anfang September kann man wegen der unablässig blühenden Feuchtwiesenblumen im Naturschutzgebiet Ostpeene eine breite Anzahl von Schmetterlingen und Libellen beobachten. Besonders schön ist die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) sowie die Blauflügel-Prachtlibelle (Calopteryx virgo).

Prachtlibelle (Calopteryx splendens)
Prachtlibelle (Calopteryx splendens) in NSG der Ostpeene.
*Meine Aussage in Bezug auf den Ursprung und die Quelle der Peene basiert auf keiner wissenschaftlich nachgewiesenen Begründung und ist eine bloße Theorie!

0ce3bbd3614046bea39ff3062f70d87a

Weitere Beiträge zum Thema:

Peene Fluss Wasserstraße Urstromtal

Die Peene (slw. Penie) *Bildmaterial in Mecklenburg-Vorpommern, auch als „Amazonas des Nordens“ bezeichnet, ist der größte und gleichsam fischreichste Fluss in Vorpommern, dessen außergewöhnliche Nied... Beitrag lesen

Urlaub Peenetal: Gastgeber und Unterkünfte am Peenetal in Mecklenburg-Vorpommern

Badeurlaub Ostsee: Seit der Gründung der Ostseebäder zwischen 1870 und 1880 in Kühlungsborn, Heiligendamm und der Insel Usedom kommen jährlich mehrere Millionen Menschen zu einem Badeurlaub an die... Beitrag lesen

Aalbude zwischen Kummerower See und Peene

Die Aalbude an der Peene am nördlichen Ende vom Kummerower See, dem nördlichen Rand der Mecklenburgischen Schweiz in der Norddeutschen Seenplatte ist ein kleiner Wasserwanderrastplatz für Sportboote m... Beitrag lesen

„peene“ Bilder im Bildarchiv:

peene peene peene peene ↑alle Bilder...

Halbinsel Kösters Eck - Malchiner Hafen

Bereits kurz nach 1990 erkannte die Stadt Malchin, was für ein maritimes Potential in der Halbinsel „Kösters Eck“ steckt. Ab dem Jahr 1993 wurde beharrlich am Umbau von Koesters Eck gearbeitet. Mit Fö... Beitrag lesen

Überflutungswiesen (Überflutungswiese) in Neukalen

Überflutungswiesen bei Neukalen am Kummerower See können nicht als Feuchtwiesen, Nasswiesen oder Sumpfwiesen bezeichnet werden, weil diese Überflutungswiesen keinen eigenen ganzjährigen Wasserstand ha... Beitrag lesen

Eisvogel Lebensraum an der Peene

Eisvögel sind in der Mecklenburgischen Seenplatte recht gut verbreitet und vermehren sich, sofern ein strenger Winter (2006) den Bestand nicht schmälert, recht gut. Man kann den kleinen streng geschüt... Beitrag lesen

Naturschutzgebiet NSG Ostpeene

Das Naturschutzgebiet „Ostpeene“ auch NSG „Ostpeene“ oder „Benz“ genannt, befindet sich in der Mecklenburgischen Schweiz und ist ein ↑Durchbruchstal der Peene südlich vom ↑Malchiner Becken... Beitrag lesen

Peene-Niedermoor zwischen Demmin und Anklam

Das Peene-Niedermoor auch als Peenetal bzw. Peeneflußtal bezeichnet, mit seinen ausgeprägten Moorlandschaften und Schilfgebieten zwischen Demmin, Loitz, Jarmen, Gützkow bis Anklam entstand im Zuge der... Beitrag lesen

Ostpeene

Die Ostpeene, ein Zufluss zur Peene, in Mecklenburg-Vorpommern kommt aus Groß Giewitz und fließt auf einer etwa 7 km langen Strecke in den 70 ha großen Rittermannshagener See der zum Fischereigebiet d... Beitrag lesen

Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 19.02.15
Quellenangabe: Albert Burkhardt, "Mitten in Mecklenburg", Leipzig 1983
Bildangaben: Johannes Ludewig 2006
Erstellt: 25.05.2007
Version: 25.09.2013
Killikus® Norddeutsche Zimmerbörse · © 2006 - 2015 Killikus® Nature UG · Alle Rechte vorbehalten.