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Peenekanal

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Peenekanal bei Malchin

Peenekanal

Der Peenekanal ist eine künstliche ↑Wasserstraße der Peene zwischen der Stadt Malchin und dem Kummerower See. Nach dem Abschmelzen des Inlandeises des letzten Stadiums der Weichsel-Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren, bildeten die beiden großen Seen der Mecklenburgischen Schweiz, der Malchiner See und der Kummerower See, eine gemeinsame große Wasserfläche. Als so genannte Zungenseen sind sie Zeugen der geologischen Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern, da über sie noch heute die Entwässerung dieser Region erfolgt. Diese reizvolle Landschaft bildet zugleich die südliche Grenze der Kornkammer unseres Landes, die sich bis zur Linie Stralsund - Greifswald - Ueckermünde erstreckt.

Peenkanal 1882
Peenekanal der Peene im 19.Jahrhundert. Bild: Torsten Gertz
Frachtschiff im Malchiner Halfen
Frachtschiff im Malchiner Hafen im März 2008

Aufgrund des immer weiter sinkenden Wasserstandes verlandete das Gebiet zwischen den beiden Seen allmählich und die Pflanzen- und Tierwelt kehrte zurück. Es bildeten sich die ersten Torfmoore. Schon in alten Urkunden findet man Angaben über Fischereirechte auf dem Kummerower See bis „an das Mühlrad von Malchin“. Für die immer größer und schneller werdenden Schiffe stellte die Ostpeene zur Mitte des 19.Jahrhunderts bald ein Hindernis dar. 1854 wurde mit dem Bau des Peenekanals von Malchin zum Kummerower See begonnen. Der Bau durch das sumpfige Gelände nördlich von Malchin erwies sich als schwieriges und langwieriges Unterfangen. Erst 1861 konnte der Bau vollendet werden. Die ehemals bei Kummerow in den See mündende Peene wurde zu ihrer heutigen Mündung verlegt. Am 25.Mai 1861 erreichte das erste Dampfschiff aus Stettin kommend den Malchiner Hafen. Besonders die Zuckerfabrik in Dahmen und die 1882 in Malchin gegründete Zuckerfabrik nutzten den Peenekanal als Transportweg für Rüben, Zucker und Holz. (Bild oben)

Peenekanal hinter Koesters Eck
Peenekanal Ausgang Malchiner Hafenbecken

Der Peenekanal beginnt am Malchiner Wasserwanderrastplatz „Koesters Eck“, wo die Ost- und die Westpeene sich vereinen. Er führt geradlinig durch die Malchiner Wiesen in Richtung Gorschendorf um dann nach einer Rechtsbiegung fast ebenso geradlinig den Kummerower See zu erreichen. Die Länge des Kanals beträgt ca. 4 km. Der Peenekanal hat den Status einer Bundeswasserstraße. Während in den Jahren von 1945 bis 1990 der Güterschiffsverkehr fast vollständig zum Erliegen kam, ist seit der Fertigstellung des Industriehafens im Jahre 2003, wieder ein kontinuierliches Ansteigen des Schiffsumschlages zu verzeichnen. Auch die Personenschifffahrt erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

Peenekanal in der Mitte
Peenekanal: Höhe Moorbauer und Westpeene

Der Peenekanal ist für die Wassersportler unverzichtbar. Da der Dahmer Kanal, infolgedessen auch der Malchiner See, aufgrund seiner teilweise geringen Breite und Tiefe und wegen der geringen Brückenhöhen für viele Wassersportler nicht erreichbar ist, entscheiden sich viele Bootsführer, den Kummerower See über den Peenekanal anzusteuern. Schon kurz hinter Malchin bietet sich ein einzigartiger Blick auf die Hügelkette der Mecklenburgischen Schweiz. Für Paddler besteht kurz vor Erreichen des Kummerower Sees die Möglichkeit, an der Saisongaststätte „Moorbauer“ eine Rast einzulegen. In den angrenzenden Torfstichen, die aufgrund des flachen Wassers nur von Paddel- und kleinen Ruderbooten befahren werden können, findet man eine zum größten Teil unberührte Natur vor. Wie der Angler sich über den großen Fischreichtum im Peenekanal freuen wird, so entdeckt der Naturfreund besonders seltene Tiere, wie das größte Nagetier Europas, den Biber, den Fischotter und den Seeadler. Kurz vor der Mündung des Peenekanals in den Kummerower See bietet eine Schutzhütte dem Wassersportler bei aufziehendem Unwetter Unterschlupf.

Peenekanal vor dem Kummerower See
Peenekanal: Mündung zum Kummerower See

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Autor: Torsten Gertz
Last Edit: 08.04.14
Quellenangabe: Fritz Brockmann, „Malchiner Chronik“, 1902; Ulrich Fischer, „Über den Ursprung und die Geschichte Malchins“, 1964/65; M. und N. Böttcher, „MALCHIN Ein historischer Rückblick in Bildern“, 1998
Bildangaben: Torsten Gertz, Johannes Ludewig 2007, 2008
Erstellt: 04.05.2007
Version: 25.09.2013
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