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Steilküsten und Kliffküsten der Ostseeküste

Ostsee

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Steilküste - Entstehung der Steilküsten u. Kliffküsten an der Ostseeküste

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"Als Steilküste oder Kliffküste bezeichnet man einen Küstenabschnitt, in dem das Festland nicht allmählich und flach ins Meer übergeht. Sondern das Meer plötzlich auf steil aufragendes Festland trifft. Die Höhe des Festlandes liegt dabei meist mehrere Meter über dem Meeresspiegel." (MEIER; ↑Dossier Steilkueste)

An der norddeutschen Ostseeküste, entlang der Ostsee, verlaufen verschiedenste, sehr unterschiedliche Steilküsten (↑Abrasionsküsten), welche wissenschaftlich als ↑Kliffküsten bezeichnet werden. Eine Kliffküste oder Steilküste bezeichnet die Form einer Abbruchkante, welche auf Grund der ↑Erosion zwischen dem ↑Festland und dem ↑Meer entsteht.

Seit der Letzten Eiszeit ist der Wasserspiegel in der Ostsee um ca. 20 Meter gestiegen, wobei Jahrhundert für Jahrhundert Land von den Kliffküsten abgetragen wurde. Zwischen 1970 und dem Jahr 2000 verlor die Kliffküste an der norddeutschen Ostsee etwa 10 Meter Landmasse. Darüber hinaus verkleinerten sich die Strände durch den ansteigenden Wasserspiegel um einige Meter.

Ostsee Steilküsten und Kliffküsten
Ostseeküsten Steilküste · Abbruchkante mit Schwalben-Nistplätzen und Fuchsbau

Steilküsten Formung

Man unterscheidet zwei unterschiedliche Arten von Erosion, die eine Steilküsten formen können: Eine Art der Erosion ist das Ausspülen oder Unterspülen der Küste durch die Bewegung der Meereswogen (↑Seegang). Dabei wird das Meer bei starken Winden, Stürmen oder Orkanen gegen die Festlandküste gedrückt, wodurch das Festland, abhängig von seiner tektonischen Beschaffenheit am Fuße Stück für Stück ausgespült wird. Diesen Prozess der Küstenabtragung bezeichnet man als erosive Brandungsarbeit (↑Abrasion).

Je nach Stärke, Dauer und Intensität der Brandungsarbeit des Meeres entsteht am Fuße eines Küstenabschnittes ein kleiner Hohlraum, die Brandungskehle. Die Tiefe des Hohlraumes (↑Brandungs(hohl)kehle), der durch die Brandungsarbeit (↑Brandung) des Meeres entsteht, beträgt meistens nur einige Dutzend Zentimeter. Abhängig von der tektonischen Beschaffenheit der Küste, bricht der obere Teil des Küstenabschnitts von Zeit zu Zeit über den Kliffkopf nach unten ab und bildet eine ↑Kliffhalde aus Geröll, ↑Mergel und rundgeschiffenen Steinen (Lesesteine). Der Zeitpunkt für einen Küstenabbruch ist vornehmlich von den Witterungsbedingungen und der mineralischen Beschaffenheit der Kliffküste abhängig.

Kliffküste auf Rügen
Küstenabbruchkante an der Ostsee

Steilküsten aus Kreide

Ein Küstenabschnitt aus Kreide (Kreideküste) bricht sehr viel schneller ab als ein Küstenabschnitt aus einem Ton-Mergel-Gestein-Gemisch. Ist ein Küstenkliff abgebrochen werden die weichen Sedimente in kurzer Zeit von dem Meer aufgenommen und fortbewegt. Am Strand, der namentlichen Abrasionsplattform verbleiben die schweren Sedimente, also die Steine, welcheab einer bestimmten Größe als Findlinge bezeichnet werden und anderes eiszeitliches Geröll. Diese Ablagerung bezeichnet man als Kliffhalde. Gleichzeit kommen sehr viele eiszeitliche Fossilien zum Vorschein, die dann von Fossiliensammlern auf gelesen werden.

Steilküsten und Wetter

Eine weitere Form der Küstenerosion an der Ostsee ist der Zusammenhang zwischen Witterung und der tektonischen Beschaffenheit der Kliffküste. Dabei spielt feuchtes und langanhaltendes Regenwetter (s. Regenwetter im Sommer) sowie Regenwetter nach Frostwetter (s. Regen im Winter) für die Erosion an der Küste eine besondere Rolle: Regenwetter und Frostwetter erodieren die Steilküsten ebenso schnell wie durch die Brandungsarbeit (Wellengang) des Meeres. Ein gutes Beispiel für die Erosion der Steilküsten durch die Witterung ist die Kreideküste der Insel Rügen. Jahr für Jahr brechen riesige Schollen von den Kreidefelsen der Wissower Klinken im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen in die Ostsee. Dabei färbt das abbrechende ↑Kreidegestein das Ostseewasser von seinem grünen Grundton nach Weiß.

Kreidehaltige Kliffküste Insel Rügen
Kreidefelsen Insel Rügen (Spätherbst)

Steilküsten Kliffabrüche

Die Kliffabbrüche auf der Insel Rügen werden jedoch nicht nur vom Meer verursacht. Vielmehr ist das Sickerwasser eine Hauptursache für die Kreideabrüche auf Rügen. Bei besonders intensivem Regenwetter werden die Kreidefelsen geradezu 'aufgeweicht'. Ist die Kreide besonders stark durchnässt rutsch die Kliffküste Rügens unvermittelt ins Meer ab. Besonders betroffen ist von der Kliffküstenabrasion der Ortschaft Lohme auf Rügen. Während vor etwa 100 Jahren noch am Strand des Ortes Villen und Badestege aus der Gründerzeit den Badeort zierten, müssen heute bereits die Anwohner des Oberlandes um ihre Gebäude fürchten.

Hausabruch am Küstenrand der Insel Rügen
Küstenabbruch am Rand eines Hauses in Lohme (Insel Rügen)

Ein weitere Grund für eine erhöhte Abrasion an der Ostseeküste sind die besonders langen norddeutschen Winter. Für gewöhnliche beginnen die Winter an der östlichen Ostseeküste um den 4. November und Enden dann im folgendem Jahr etwa zwischen dem 21. März und dem 15. April. Während diese Zeit findet ein ständiger Wechsel von Frostwetter und Regenwetter statt. Ein austrocknen des Bodens ist nur selten wahrscheinlich. Gelangt der Frost, welcher in einigen Wintern auch -25° Grad betragen kann, werden durch das Eis im Sickerwasser tiefe Risse in den weichen Boden gesprengt, wodurch das ↑Sickerwasser im tiefer in die Kliffe gelangen kann.

Steilküsten Entstehung

Die heutige Ostsee entstand am Ende der Weichseleiszeit (Weichselkaltzeit), etwa 9000 Jahre v. Chr. aus dem Tauwasser der mächtigen Eisgletscher, welche sich über Nord- und Mitteleuropa ausgebreitet hatten. Demnach war die Ostsee nur ein besonders mächtiger großer Süßwassersee, welcher aus dem Schmelzwasser der Letzten Eiszeit entstanden ist. Die Ostsee mündet seit Tausenden Jahren am Kattegat, zwischen Dänemark und Schweden in die Nordsee.

Während der Letzten Eiszeit, welche vor runden 140000 Jahren begann und vor etwa 20000 Jahren endete, entstanden im heutigen Ostseeraum am nördlichen Polarkreis mit einer Ausdehnung über ganz Nordeuropa und Teilen von Nordosteuropa während einer Kaltzeit Eisgletscher in einer Höhe von 3800 Metern über Skandinavien und zwischen 100 bis 300 Metern in der Mecklenburgischen Schweiz (Norddeutschland). Das Gewicht der außerordentlich mächtigen Eisberge drückte das Festland in Nordeuropa um einiger Meter in die Tiefe, wodurch Teile von Dänemark und Schweden vor vielen Tausend Jahren unter dem Meeresspiegel lagen.

Kliffküste an der Ostsee mit Strand
Kliffküste an der Ostsee
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Als vor etwa 22000 Jahren die Eisgletscher über Nordeuropa tauten, sammelt sich ein Teil des Tauwassers geografischem Zentrum der Weichseleiszeit und entwässerte in die Nordsee. So entstand ein riesiges Binnenmeer mit Süßwasser - die heutige Ostsee. Im Verlauf von 22000 Jahren sind nun fast alle Eisgletscher in Nordeuropa getaut, sodass nur noch am Nordpol ein kleiner Rest aus der Letzten Eiszeit erhalten geblieben. Als die Eisgletscher über Nordeuropa nach der Kaltzeit tauten erhoben sich die zuvor abgesenkten Landmassen zwischen Jütland und Finnland langsam wieder. Gleichzeitig stieg der Meeresspiegel durch das Tauwasser um einige Meter, was bedeutet, dass das Wasser aus der Ostsee nicht mehr sonder die in die Ostsee entwässerte.

"Celsius fand heraus, dass sich das Wasserniveau in 100 Jahren um gut einen Meter verändert. 1743 veröffentlichte er seine Berechnungen in den Abhandlungen der Schwedischen Wissenschaftsakademie." (Quelle: Die Ostsee; National Geographic; S. 14; 3. Abs.)

Durch den Anstieg des Meeresspiegels gelangte Salzwasser aus der Nordsee in die Ostsee, so dass der Salzgehalt der Ostsee langsam anstieg. Heute beträgt der Salzgehalt der Ostsee zwischen 0,7% im Bottnischen Meerbusen und 1,7% vor der Mecklenburgischen Ostseeküste. So wie der Meeresspiegel in der Ostsee langsam ansteigt, erhebt sich auch das nordeuropäische Festland. "An der schwedischen Küste der Bottenbucht ist [...] die Landhebung am stärksten, sie erreicht nahezu 9 Millimeter pro Jahr." Quelle: Die Ostsee; National Geographic; S. 14; 3. Abs.)

Landhebungen an den Steilküsten

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Der Wechsel von Wasserniveau und Landhebungen im Ostseeraum verändert somit über die Jahrtausende der unterschiedlichen Küstenformen an den Ostseeküsten. Abhängig von den Witterungsbedingungen, dem Meeresspiegel und der Landhebung werden die wenigen Steilküsten an der Ostseeküste geformt. Aus diesem Grund sollte ein Schutz der Küsten durch Küstenschutz kontinuierlich ausgebaut werde nicht vernachlässigt werden.

Auf besonders schöne Kliffküstenabschnitte an der norddeutschen Ostseeküste trifft man an der Mecklenburgischen Ostseeküste und der Insel Rügen. Die Kliffküstenabschnitte Mecklenburgische Ostseeküste und Kreideküste Rügen können unterschiedlicher nicht sein: Während die Kliffküsten an der Mecklenburgischen Ostseeküste durch Ablagerung als Endmoräne nach der Letzten Eiszeit entstanden, sind die Kliffküsten im Nationalpark Jasmund durch die Landhebung entstanden.

„Norddeutsche Steilküsten (Kliffküste)“ Bilder im Bildarchiv:

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Autor: Johannes Ludewig
Last Edit: 24.11.14
Quellenangabe: Die Ostsee - National Geographic; Wikipedia, DIE WEICHSELVEREISUNG AUF DEM TERRITORIUM der Deutschen Demokratischen Republik;
Bildangaben: keine
Erstellt: 23.05.2014
Version: 25.09.2013
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